Zentrale Trinkwasserenthärtung: Verzögerung Inbetriebnahme
Die Inbetriebnahme der neuen Anlage zur zentralen Trinkwasserenthärtung in Brakel verzögert sich erneut. Der zuletzt genannte Termin im Juli 2026 kann nach Auskunft der Firma VEOLIA Water Technologies aus Bayreuth und des beteiligten Planungsbüros Danjes aus Detmold nicht eingehalten werden. Als neuer Termin steht jetzt Mitte Dezember 2026 fest. Dann erfolgt die Einspeisung des enthärteten Wassers in den neuen Hochbehälter am Galgenberg. Aufgrund der großen Wassermenge im Hochbehälter kann es ab diesem Zeitpunkt bis zu 6 Wochen dauern, bis ein entsprechender Austausch des harten Wassers im gesamten Trinkwassernetz stattgefunden hat. Erst danach wird bei den Haushalten eine Wasserhärte von ca. 8-9 Grad deutscher Härte messbar sein.
Gründe für die Verzögerung
Die beteiligte Firma VEOLIA begründet die Verschiebung mit bereits zurückliegenden Verzögerungen einzelner Projektschritte, die Voraussetzung für die abschließende Inbetriebnahme waren. Insbesondere die Arbeiten an den Steuer- und Stromversorgungsleitungen konnten nicht fristgerecht ausgeführt werden. Diese Arbeiten waren von der WBB Brakel GmbH an einen externen Auftragnehmer vergeben worden und sind inzwischen abgeschlossen. Aufgrund der eingetretenen Verzögerungen mussten durch die Firma VEOLIA Nachunternehmen neu beauftragt werden. VEOLIA weist darauf hin, dass es aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels derzeit schwierig ist, kurzfristig geeignete Nachunternehmer zu finden, welche die noch ausstehenden Arbeiten übernehmen können.
Finanzielle Auswirkungen
Der verspätete Start der Anlage führt zunächst zu Einsparungen bei den Betriebskosten, da die Enthärtungsanlage noch nicht in Betrieb genommen wurde. Diese Minderausgaben werden den Bürgerinnen und Bürgern über die Beitragsrücklage wieder zugutekommen, da diese bei der nächsten Überprüfung der Trinkwassergebühren berücksichtigt wird. Das Wasserwerk der Stadt Brakel bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die entstandenen Verzögerungen. Diese liegen nach derzeitiger Sachlage außerhalb des direkten Einflussbereichs des Wasserwerks. Ziel bleibt es weiterhin, die Anlage zur zentralen Trinkwasserenthärtung in Brakel so zügig wie möglich und in der erforderlichen Qualität in Betrieb zu nehmen.