Ausstellung ab 1. März: "Frauen im geteilten Deutschland"
Am Sonntag, 1. März 2026, um 11:30 Uhr wird die Ausstellung "Frauen im geteilten Deutschland" in der Ausstellungshalle "Alte Waage", Am Markt 6 in Brakel eröffnet. Die Ausstellung macht die vielfältigen Erfahrungen von Frauen und deren deutsch-deutsche Lebenswirklichkeiten mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden sichtbar.
Ausstellung zeigt Daten, Fakten und besondere Exponate aus dem Alltag
Die Ausstellung stellt die Frage, ob Frauen in beiden deutschen Staaten trotz unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen ein gemeinsames Streben nach Selbstbestimmung in einem männlich geprägten System verbinden.
Viele informative Themenbereiche der Ausstellung werden durch besondere Exponate wie z.B. eine DDR-Gedenkmünze von Clara Zetkin aus dem Jahr 1971 bereichert. Die Frauenrechtlerin Clara Zetkin gilt als die Begründerin des Internationalen Frauentags am 8. März. ‚Heiraten als Lebensentwurf‘ ist ein Kapitel übertitelt, in dem ein Hochzeitkleid aus den 1970er Jahren präsentiert wird. Zum Thema ‚Wenn Mutti früh zur Arbeit geht‘ sind zahlreiche Ausstellungsstücke aus DDR-Produktion zu sehen, deren Belegschaften in den Volkseigenen Betrieben (VEB) häufig durch eine hohe Anzahl an weiblichen Arbeiterinnen geprägt war. Als Beleg früher politischer Selbstbestimmung kann in der Ausstellung als besondere Leihgabe des Archivs der Deutschen Frauenbewegung die Puppe „Jettchen“ als Geschenk der Frauen Berlins an die Delegierten des Frauenkongresses der DDR im Juni 1964 angeschaut werden. Exemplarisch für ‚Das bisschen Haushalt‘ zeigt die Ausstellung das Handrühr- und Mixgerät AKA Electric RG28, das gleichermaßen in beiden Teilen Deutschlands von Frauen im Haushalt benutzt wurde und in der DDR zu den gängigsten Küchenhelfern gehörte. Das erfolgreiche Model des VEB Elektrogerätewerk Suhl wird in mehr als 20 Länder exportiert und auch in der Bundesrepublik vom Versandhaus Quelle vertrieben.
Die Vorsitzende, Evelyn Walker-Fimmel, und Bürgermeister Alexander Kleinschmidt begrüßten über 80 Interessierte bei der Ausstellungseröffnung am 1. März. "Über die zahlreichen Infotafeln können Besucherinnen und Besucher sich über verschiedenste Themen aus dieser Zeit umfassend informieren und die entsprechenden QR-Codes auf den einzelnen Tafeln liefern darüber hinaus noch weitergehende Details. Diese Ausstellung arbeitet aber nicht nur mit Daten und Fakten, sondern bietet anhand von Alltagsgegenstände die Möglichkeit, sich in die Zeit hineinzudenken", so die Einladung des Bürgermeisters zu einem Ausstellungsbesuch.
Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 5. April 2026, immer dienstags, mittwochs, donnerstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr, oder nach Vereinbarung, geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Sonntag, 1. März um 16 Uhr Filmvorführung: "Die UNBEUGSAMEN 2 - GUTEN MORGEN IHR SCHÖNEN" - Eintritt frei
Um 16 Uhr wird es im Rahmen der Ausstellung eine kostenlose Filmvorführung "Die UNBEUGSAMEN 2 - GUTEN MORGEN IHR SCHÖNEN" geben. Der Dokumentarfilm zeigt in einer Länge von 105 Minuten der Gesellschaft einen Spiegel vor. gezeigt wird ein lebendiges Gruppenporträt ostdeutscher Frauen aus den verschiedensten Gesellschaftsbereichen der DDR. 15 selbstbewusste Frauen erzählen dabei, wie auch im Land der staatlich verordneten Gleichberechtigung das Patriarchat regierte und schaffen damit ein kraftvolles Kaleidoskop der Geschlechterbeziehungen im Arbeiter- und Bauernstaat.
Zur Unterstützung des Frauen- und Kinderschutzhauses im Kreis Höxter im Rahmen der Brakeler Frauenwoche wird eine Spendebox für freiwillige Spenden aufgestellt.