Inhalt

Wasserwerk

Das Wasserwerk ist ein Eigenbetrieb der Stadt Brakel. Betriebsleiter ist Christof Münstermann.

Einführung einer zentralen Enthärtung des Trinkwassers

Zur zentralen Wasserenthärtung wird derzeit in Brakel eine CARIX-Enthärtungsanlage errichtet. Bereits im November 2023 wurde mit dem Bau des Gebäudes für die Trinkwasserenthärtungsanlage begonnen. Für die Projektumsetzung wurden sechs große Stahlbehälter mit einem Durchmesser von rund 3,4 Metern durch einen 200 Tonnen Kran eingesetzt. Der nächtliche Transport der gigantischen Stahlbehältnisse erfolgte durch einen Schwertransporter.

Für den erforderlichen Baugrund wurde im ersten Schritt das ehemalige Notstromgebäude der Brakeler Kläranlage zurückgebaut, anschließend folgten die Gründungsarbeiten für das Kellergeschoss mit den Speicherbecken in Stahlbetonbauweise. Die weiteren Geschosse wurden als Stahlhalle konzipiert, die abschließend mit einer Beplankung aus Sandwichplatten und einem Flachdach ausgestattet wurden.

Bereits von langer Hand geplant werden musste der Termin für das „Einschweben“ der großen Stahlbehälter. Es handelte sich um insgesamt sechs Behälter, die einen Durchmesser und eine Höhe von rund 3,4 Metern haben. Der größte Behälter (Regenerierspeicher) hat dabei eine Höhe von rund 5,2 Metern. Aufgrund der enormen Abmessungen musste der Transport von langer Hand geplant und als Schwertransport/Sondertransport genehmigt werden. "Die Abstimmung dieses fixen Termins im Hinblick auf Lieferketten, Wetterverhältnisse sowie Engpässe in Industrie und Handwerk stellte uns vor besondere Herausforderungen", berichtete der Betriebsleiter Christof Münstermann. Insgesamt 6 Bauteile wurden dabei mit einem 200 Tonnen Kran über einen Zeitraum von 3 Tagen in die entsprechenden Vorrichtungen eingehoben. Bei den Behältnissen handelte es sich um drei 3 Ionen-Austauscher, einen Eluat-Entgaser, einen Regenerier-Speicher und einen Reinwasser-Rieseler mit einer Höhe von 8,0 Metern und einem Durchmesser von 2,6 Metern. 

Nach dem Einsatz der Behälter wurde die Gebäudehülle (Wände und Dach) geschlossen und es erfolgte die Montage der restlichen Anlagentechnik (mit zahlreichen Rohrleitungen und Pumpen), der CO2-Kompressoren sowie der umfangreichen Mess- und Regeltechnik.

Zur Deckung eines Teils des benötigten Energiebedarfs, wird das Dach mit einer PV-Anlage ausgestattet. Um das Gesamtprojekt „zentrale Trinkwasserenthärtung“ umzusetzen, wird der Bau der CARIX®-Anlage von weiteren Maßnahmen, wie dem Bau einer 1,5 Kilometer langen Rohwasser-Transportleitung sowie eines zusätzlichen Brunnens im Bereich der „Trinkwassergewinnungsanlage Ostheim“, flankiert. 

Zentrale Wasserenthärtung: Probebetrieb ab Mai und Inbetriebnahme ab Juli geplant

Trotz einiger Herausforderungen soll die zentrale Wasserenthärtung in Brakel ab Juli 2026 in Betrieb genommen werden - und damit ein halbes Jahr später als geplant. Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren, damit im Mai mit einem umfangreichen Probe- und Einfahrbetrieb begonnen werden kann.

"Zuletzt war die Fertigstellung für Ende des Jahres 2025 geplant", erklärt Christof Münstermann als technischer Betriebsleiter. Aufgrund der aktuell sehr hohen Auslastung der Fachfirmen, des deutschlandweit zunehmenden Fachkräftemangels und der Lieferschwierigkeiten für bestimmte Baugruppen sei es aber leider zu Verzögerungen in den einzelnen Bauabschnitten gekommen. Diese Hindernisse hätten aber nun überwunden werden und die Verzögerung auf rund sechs Monate begrenzt werden können, so Münstermann.

"Unsere Bürgerinnen und Bürger hatten sich in einer Umfrage bereits 2017 für die zentrale Wasserenthärtung in Brakel ausgesprochen", ergänzt Bürgermeister Alexander Kleinschmidt. "Auch wenn nun eine zeitliche Verzögerung hinzunehmen ist, liegen wir aufgrund der umfangreichen Projektgröße und mit Blick auf die Vorteile der Wasserenthärtung in einem der Maßnahme entsprechenden Rahmen", so Kleinschmidt weiter. Für die Inbetriebnahme der Enthärtungsanlage mussten bereits im Vorfeld zahlreiche zusätzliche Projektmaßnahmen koordiniert und umgesetzt werden. So wurde ein neuer Brunnen an der Trinkwassergewinnungsanlage Ostheim errichtet, neue Leitungen für Roh- und Reinwasser auf insgesamt über drei Kilometern Länge verlegt, ein weiterer Hochbehälter Am Galgenberg erbaut und eine neue Trafostation zur Energieversorgung der Enthärtungsanlage und Kläranlage installiert. Darüber hinaus erfolgte noch eine Modernisierung der Pumpen in den bestehenden Brunnen. Auch für die Versorgung der Ortschaft Schmechten mit enthärtetem Trinkwasser waren gezielte Maßnahmen zu ergreifen, da keine Leitungsverbindung zur Kernstadt bestand. Diese Maßnahmen sichern künftig die zuverlässige Wasserversorgung und den reibungslosen Betrieb der neuen Anlage. Neben den Einsparungen für Reinigungs-, Entkalkungsmaßnahmen und Energiekosten für die einzelnen Haushalte können künftig in Brakel jährlich rund 67 Tonnen Salz vermieden werden, welches nicht mehr für private Enthärtungsanlagen zur Regeneration eingesetzt werden braucht, was Ressourcen schont und der Umwelt zugutekommt."Wir sind wirklich froh, nach den umfangreichen und zeitintensiven Vorbereitungen des Projektes nun bald an den Start gehen zu können", teilt der Vorsitzende des Betriebsausschusses, Raimund Giefers, abschließend mit.

Die Stadt Brakel dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für Ihr Verständnis und die Geduld und freut sich, diesen wichtigen Beitrag zu einer verbesserten Trinkwasserqualität bald zum Abschluss bringen zu können! 

Wasserversorgungskonzept der Stadt Brakel

Das Wasserversorgungskonzept wurde gemäß § 38 Absatz 3 Landeswassergesetz NRW vom Wasserwerk erstellt. Das erstmalige Wasserversorgungskonzept war zum 1. Januar 2018 vorzulegen und muss per Gesetz alle 6 Jahre fortgeschrieben werden. Es handelt sich hierbei um die erste Fortschreibung des Wasserversorgungskonzeptes gemäß § 38 Abs. 3 LWG NRW. Dem Konzept wurde von der Bezirksregierung Detmold mit einem Abschlussbericht am 02.05.2025 zugestimmt. Das Wasserversorgungskonzept beschreibt auf 30 Seiten und 7 Anlagen umfassend die wichtigsten Aspekte der Brakeler Wasserversorgung. Die PDF-Datei können Sie im unteren Seitenbereich herunterladen.

Versorgungsbereiche und Trinkwasseranalysen

Die Stadt Brakel mit seinen Ortschaften ist in insgesamt sechs Versorgungsbereiche unterteilt:

Brunnen Ostheim und Sudheim /

  • Kernstadt Brakel
  • Hembsen
  • Beller
  • Rheder
  • Hegge
  • Siddessen Tiefzone

Brunnen Gehrden /

  • Gehrden
  • Siddessen Hochzone

Brunnen Bökendorf /

  • Bökendorf
  • Bellersen 

Brunnen Riesel / 

  • Riesel
  • Istrup

Brunnen Schmechten / 

  • Schmechten

Quellfassung Erkeln /


  • Erkeln

Versorgungsnetze Siddessen

Die Ortschaft Siddessen ist in die Versorgungsnetze Hochzone und Tiefzone eingeteilt. Die Hochzone liegt nördlich/oberhalb der Bergstraße und umfasst die Straßen Bergstraße, Sonnenbrede, Steinbrede, Am Kirchhof, Am Sportplatz, Feldbrede, Eltenberg, Schulbrede, Mähne und Sieseberg. Der restliche Ortsteil gehört zur Tiefzone Siddessen.

Wasserkooperation Höxter

Die Wasserkooperation Höxter - eine gemeinsame Initiative der Wasserwirtschaft und Landwirtschaft, welche als positives Beispiel für einen kreisweiten Gewässerschutz steht. Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Infotafeln.

Bereitschafts- und Störungsdienst

Bei einem Notfall oder einer Störung im Zusammenhang mit der Wasserversorgung wenden Sie sich bitte an unseren 24 Stunden Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 05272 6131.