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Neue Stadtführungen in Brakel

Insbesondere für Gruppen kann der Stadtbesuch mit einem begleiteten Stadtrundgang zu einem besonderen Erlebnis werden. Ausgebildete Stadtführerinnen und Stadtführer nehmen Sie mit auf einen etwa 90 minütigen Rundgang durch die alte Hansestadt Brakel und geben Ihnen zahlreiche und interessante Einblicke und Informationen über die Brakeler Geschichte(n).   

Stadtführungsangebote wurden erweitert

Brakel hat viele schöne historische Bauten und zahlreiche interessante Geschichten zu bieten. Erfreulicherweise werden diese geschichten nun durch insgesamt 16 neue Stadtführer/innen weitererzählt und das Angebot der Brakeler Stadtführungen konnte erweitert werden. So werden künftig historische Stadtführungen, Kirchenführungen, eine jüdische Stadtführung, Rundgänge zum Thema "Hexenunwesen", ebenso Führungen für Menschen mit Handicap und auch speziell für Kinder angeboten.

Die Tourist-Information im Haus des Gastes hilft Ihnen gerne weiter. Interessante geschichtliche Hintergründe zur Stadt Brakel finden Sie am Ende dieser Seite.

Stadtführungen für Gruppen

Sie können Stadtführungen für Gruppen über die Tourist-Information der Stadt Brakel buchen. Um sich einen Wunschtermin zu sichern, wird empfohlen, sich bitte spätestens zehn Tage vorher anzumelden.

Kosten: 

  • Gruppen bis 20 Personen: 30,00 Euro
  • Gruppe von 21 bis 30 Personen: 45,00 Euro

Wichtiger Hinweis: Über 30 Personen werden die Personen in zwei Gruppen aufgeteilt 

Hier finden Sie die neuen Brakeler Stadtführer/innen sowie Informationen zu den erweiterten Angeboten und den geschichtlichen Besonderheiten unserer Stadt.

Es fehlen derzeit noch Fotos unserer Stadtführer Alfons Jochmaring, Gerhard Kleinbrink und Sven Menke.

  • © Stadt Brakel

    Richardis Köhler

    Stadtführerin

  • © Stadt Brakel

    Martina Fiekens

    Stadtführerin

  • © Stadt Brakel

    Michael Fiekens

    Stadtführer

  • © Stadt Brakel

    Marcel Hoppe

    Stadtführer

  • © Stadt Brakel

    Jutta Robrecht

    Stadtführerin

  • © Stadt Brakel

    Jürgen Vauth

    Stadtführer

  • © Stadt Brakel

    Inga-May Persson-Markus

    Stadtführerin

  • © Stadt Brakel

    Ina Hartmann

    Stadtführerin

  • © Stadt Brakel

    Evelyn Walker-Fimmel

    Stadtführerin

  • © Stadt Brakel

    Dr. Wolfgang Micus

    Stadtführer

  • © Stadt Brakel

    Dr. Marion Deppe

    Stadtführerin

  • © Stadt Brakel

    Carmen Götz

    Stadtführerin

  • © Stadt Brakel

    Bernd Zymner

    Stadtführer

Angebote wurden erweitert: 

Es werden künftig historische Stadtführungen, Kirchenführungen, eine jüdische Stadtführung, Rundgänge zum Thema "Hexenunwesen", ebenso Führungen für Menschen mit Handicap und auch speziell für Kinder angeboten. Fragen Sie nach, unsere Tourist-Information im Haus des Gastes hilft Ihnen gerne weiter.

Historischer Stadtkern Brakel

Marktplatz: Rathaus, romantisches Mittelteil um 1250, gotische Erweiterung mit Treppengiebel um 1410, Portal (Weserraissance) von 1573. Sinnsprüche an der Marktseite von Thytor und Ratskeller. Haus des Gastes ehem. Ackerbürgerhaus des 18. Jh., klassizistische Vorderfront, Vorgängerbauten aus dem 14. Jahrhundert, heute Tourist-Information mit Trauzimmer und Stadtmuseum. "Alte Waage", Steinhaus der Ritter von Modexen um 1350, gotischer Treppengiebel, heute Ratssaal, Stadtarchiv, Ausstellungsraum. Rolandssäule, gotische Säule von 1385, als Zeichen des Marktrechts, später auch Pranger, bis 1896 auf dem Marktplatz, danach am Thy, seit 2002 wieder auf dem Marktplatz.
Marktbrunnen, 1988, Motive aus der Brakeler Sagenwelt.

Pfarrkirche St. Michael, Schutzpatron der Stadt Brakel: Um 1160, romantische Pfeilerbasilika, gotisches Ostchor um 1350, heutiger Turm (70m H) von 1846, Orgel mit bemalten Seitenflügeln des Barockmalers J.G. Rudolphi, gotischer Kreuzstein 1335 an der Ostwand. Pfarrhaus, früher mit gotischem Treppengiebel.

Königsstrasse: Haus Sommer, Königstr. 7, 1836 erbautes Fachwerkhaus, ehemaleriger Landhandel, Umbau und Restaurierung 1995. Speicherhaus, Königstr. 9 1821, erbautes Hinterbaus von Zadoc Sudheim und Hanna Weiler.
Mittelmühle, Königstr. 22, erste urkundlicher Erwähnung von 1338 später städt. Mühle. Neustadt, Neustädische Siedlung um 1340 zur Aufnahme von Bürgern von würstgefallenen (verlassenen) Orten, Ackerbürgerhäuser. 

Königstor (Mesmekertor): Eines der 4 Stadttore (1329). Alte Schmiede, errichtet auf den Resten des Vortores. Wallanlage, Teil der alten Stadtbefestigung.

Kapuzinerkirche: 1715-18, erstes Werk des westfälischen Barockbaumeisters J.C. Schlaun.

Ehemaliges Kapuzinerkloster: Ab 1665, dreiflügeliger Bau in schlichten Barockformen an Stelle des alten Heilig-Geist-Hospitals von 1304. Heute Pfarrzentrum der Michaelsgemeinde und Kries-Caritas. Auf dem Klostergelände das ehemalige Krankenhaus (1904-74). An seiner Stelle heute das St. Antonius-Seniorenhaus.

Ostheimer Strasse: Nr. 14, ehemalige Synagoge mit Rabbinerwohnung und Schule im Vorderhaus.
Nr.8, Haus Legge (18. Jh.), 1871 Gastwirtschaft mit Saal und Brauerei, Geburtshaus von Petrus Legge (Bischof von Meissen, 1932-51, im III. Reich verfolgt), restauriert 1995.

Hanekamp: Torwächterhaus, Rest des von 1306-1803 dort befindlichen Hanekämper Stadttores.
Kapelle und Grünanlage, von 1774-1803 dort befindlichen Hanekämper Stadttores.
Kapelle und Grünanlage, von 1774-1884 als Friedhof für Brakel und Riesel genutzt, heute Kriegerdenkmal.

Am Thy: Älteste Verkehrsachse (Hellweg) und bevorzugtes mittelalterliches Wohngebiet.
Gasthaus „Zur Meierei“, ehemaliges Amtshaus der Sepkermeierschaft.

Sehenswürdigkeiten ausserhalb des historischen Stadtkerns:

  • Kloster Brede: Gründung 1483 durch die Herren von Asseburg für die Augustinessen aus Herford.
  • Annenkapelle: 1719 im barocken Stil erbaut, Annenverehrung seit mindestens 1528.
  • Nethenrücke: Sudheimer Linde, Ort der Michaelslegende und Ziel der Lobeprozession.
  • Jüdischer Friedhof: 1854-1948 von der jüdischen Gemeinde belegt, 230 Grabstellen, während der NS-Zeit zerstört, 1971 – 1973 wieder hergestellt.
  • Kaiserbrunnen: Mineralquelle seit 1877, Kurpark.
  • Am Gänseanger: Strasse mit Stadtvillen, 1908-1912 angelegt, Feuerteich mit kleinem Park
  • Schneekapelle: 1843 aus Tuffstein im neugotischen Stil erbaut.
  • Modexer Warte: Turm der alten Landwehr um 1450 an der Strasse nach Bosseborn. 

Geschichtliche Meilensteine:

  • 836 Brakel wird zum ersten Mal als „Villa brechal“ urkundlich erwähnt.
  • 1160 Bau der Pfarrkirche St. Michael.
  • 1229 Brakel wird erstmals als „civitas“ erwähnt.
  • 1304 Bau des Heilig Geist Spitals
  • 1340 Stadterweiterung Neustadt
  • 1350 Mittelalterliche Stadt mit vier Stadttoren, einer geschlossenen Stadtmauser, 10 Mauertürmen.
  • 1380 Heberolle nennt 234 Häuser, bis 1500 leben 1300-1500 Einwohner in Brakel. Neben Warburg und Paderborn ist Brakel die drittgrößte Stadt im Hochstift.
  • 1483 Gründung des Klosters Brede Maria Opferungstal.
  • 1517 Stadtbrand zerstört die meisten Gebäude. Kein Bürgerhaus vor 1600 ist erhalten.
  • 1633 Geburt des Barockmalers Johann Georg Rudolphi
  • 1643-1645 Gründung des Kapuzinerklosters
  • 1644 Gründung der Glashütte Emde
  • 1803 Übernahme Brakel durch Preußen. Die Stadt wird im Zuge einer Verwaltungsreform Kreisstadt.
  • 1806-1814 Brakel wird das Privileg der Kreisstadt aberkannt und unter französische Verwaltung gestellt.
  • 1817 kommt es zur endgültigen Übernahme durch Preußen und zur erneuten Erhebung zur Kreisstadt.
  • 1832 muss durch Zusammenlegung mit Höxter der eigene Kreissitz abgegeben werden. Brakel zählt ca. 2500 Einwohner.
  • 1862 Bau der Eisenbahnstrecke Altenbeken-Holzminden.
  • 1912 Errichtung der evangelischen Kirche in neugotischen Stil.
  • 1926 Neubau des Schulgeländes Brede.

Von der Jahrhundertwende bis 1950 entwickelt sich Brakel zu einer Schul-, Industrie- und Dienstleistungsstadt.