Freude des Glaubens und Bilderbuch der Schöpfung
Alle sechs Jahre besucht ein Bischof jede Gemeinde und jede Kirche des Bistums. Jetzt war Erzbischof Hans-Josef Becker sechs Tage im Stadtgebiet Brakel vor Ort. Auch von Bürgermeister Hermann Temme wurde er herzlich empfangen. Gesprächsgegenstand war aber nicht nur die Entwicklung des Pastoralen Raumes Brakeler Land, sondern auch die Flüchtlingsfrage und das große ehrenamtliche Engegement der Bürgerschaft und der kirchlichen Gemeinden.
"Wir können die Herausforderungen, die die Flüchtlingsfrage mit sich bringt, gemeinsam schaffen", sagte Bürgermeister Hermann Temme. Er sei sehr stolz auf das Engagement, mit dem die Brakeler Bürgerinnen und Bürger ihren Mitmenschen zur Seite stehen. Dies zeige auch, dass das Ehrenamt das Fundament der demokratischen Strukturen sei, hob Temme hervor.
Zur weiteren Entwicklung der Pastoralen Räume innerhab der Diözese betonte Erzbischof Hans-Josef Becker: "Die Umsetzung verläuft in unterschiedlichen Tempi, das Ziel steht und wir befinden uns auf einem guten Weg." Trotz der Stimmen einiger Skeptiker sei er mit der Entwicklung und Umsetzung bisher zufrieden. Wichtig findet er, dass den Menschen Mut gemacht werde, mit den Veränderungen positiv umzugehen. Becker: "Wir können hier nicht nach einem bestimmten Schema vorgehen. Wir müssen differenzierte Antworten finden und individuelle Modelle umsetzen."
Pastor Willi Koch erklärte, dass die Entwicklung des Pastoralen Raumes Brakeler Land bereits weit voran geschritten sei. "Es war erstaunlich, wie toll die Gemeinden mitgemacht haben", äußerte Koch seine Begeisterung.
Während der Visitation des Erzbischofs bedankten sich viele Gemeindemitglieder für seine Unterstützung. "Sein Besuch hat ein Zeichen gesetzt", beschrieb Willi Koch die Reaktion der Katholiken.
Insgesamt sei die Visitation auch für den Erzbischof ein Besuch der Freude gewesen. "Dieser Pastorale Raum ist eine Freude des Glaubens und ein Bilderbuch der Schöpfung", sagte der Erzbischof. Deutlich zu spüren sei, wie sehr die Menschen hier ihren Glauben leben.