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Datum: 26.08.2016

Brakelerin erhält Bundesverdienstkreuz

Ursula Kahle wurde mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Kahle setzt sich seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich für benachteiligte, alte und kranke Menschen ein. Sie gehöre damit zum "Netzwerk der Guten" zitierte Landrat Friedhelm Spieker Bundespräsident Joachim Gauck. Seit 1985 ist sie in leitender Funktion für die Pfarrcaritas in Brakel tätig. Sechs Jahre später übernahm sie den Vorsitz der Caritas-Konferenz, den sie bis heute inne hat. Von 1999 bis 2011 wirkte Ursula Kahle zudem als Vorstandsmitglied des Caritas-Verbandes für den Kreis Höxter. Dem Regionalleitungssteam gehörte sie ebenfalls an und vertrat dabei die Interessen der Region Brakel, Bad Driburg und Steinheim. Ins gleiche Horn stieß Brakels Bürgermeister Hermann Temme, der Ursula Kahle als "beherzt und immer zupackend" beschrieb.

Zudem gehörte Kahle zu den Gründerinnen der ökumenische Flüchtlingshilfe, die seit 1994 Asylsuchenden Unterstützung und menschliche Zuwendung gewährt. In diesem Ehrenamt war sie in den vergangenen Monaten besonders gefordert. Sie begleitet Flüchtlinge bei Behördengängen und bietet Hausaufgabenbetreuung und Basteln mit Kindern an. Die Mutter von sieben Kindern und Oma von 19 Enkeln gehörte vor elf Jahren auch zu den Gründern der Aktion "Tischlein deck dich". Regelmäßig können sich dort rund 70 Menschen aus sozial schwachen Verhältnissen mit Lebensmitteln eindecken.
Ursula Kahle besucht daneben auch pflegebedürftige Menschen und betreut Bewohner im Altenheim St. Antonius.
Landrat Friedhelm Spieker würdigte Ursula Kahles vielfältiges Engagement, wobei sie sich nie allein, sondern oftmals in Teams eingebracht habe. »Dieser Einsatz ist nicht selbstverständlich. Dafür verdienen Sie höchsten Respekt und Dank«, sagte Spieker gestern bei einer kleinen Feierstunde im Haus des Gastes, an der auch Familie und langjährige Weggefährten Ursula Kahles teilnahmen.
Bürgermeister Hermann Temme beschrieb Ursula Kahle als immer "beherzt und immer zupackend". Hedwig Mellwig, Geschäftsführerin des Caritasverbandes sagte, die Ausgezeichnete habe viel Zuneigung und Verständnis für die ihr anvertrauten Menschen aufgebracht. Sie erinnerte an die "vielen kleinen Aktionen" von Ursula Kahle in deren Nachbarschaft und rückte die Großfamilie Kahle in den Fokus. Ohne ihre Unterstützung wäre das sicher alles nicht möglich gewesen, so Mellwig.