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Datum: 11.10.2017

Theaterpädagogen bringen Kindern Märchen näher

„Was machst du denn da?! Du kannst doch nicht alle auffressen!“, beschweren sich Ritterin und Prinzessin. „Im Märchen gibt es immer ein Happy End!“. Das wissen die Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren ganz genau. Ob sich der Drache davon wirklich aufhalten lässt? Eine Woche lang haben sich die Kinder gemeinsam mit den Theaterpädagogen Josef Bäcker und Birte Eilbrecht mit dem Thema Märchen auseinandergesetzt. Bereits im letzten Jahr fand ein Theaterprojekt in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater NRW e.V. in der Jugendfreizeitstätte Brakel statt.

Ingrid Roland, Leiterin der Jugendfreizeitstätte, freut sich gemeinsam mit den Theaterpädagogen über die große Resonanz: jeden Morgen finden sich 22 hochmotivierte Kinder in dem großen Saal zusammen und wollen loslegen.
„Märchen sind ein kollektiver Erinnerungsschatz, auf den wir zurückgreifen können und der spannende Rollen sowie interessante Konflikte bereithält“, so Josef Bäcker. In den ersten Tagen standen Kennlernspiele und grundlegende Theaterübungen im Vordergrund. Dabei wurden in Kleingruppen erste Szenen erfunden und präsentiert. Nachdem anfangs mit bereits bekannten Märchen gearbeitet wurde, entschied sich die Gruppe dazu, ein eigenes märchenhaftes Theaterstück zu erfinden. Dieses wurde am 26. August den Eltern, Geschwistern und Freunden präsentiert. Bei Kaffee und Kuchen konnten sich alle Beteiligten über die gelungene Aufführung freuen. Einen besonderen Abschluss stellte in diesem Jahr der Besuch der Freilichtbühne Bökendorf dar. „Das Musical „Aschenputtel“ passt thematisch perfekt zu unserer Projektwoche und die Abendvorstellung um 20 Uhr ist auch für die Kinder, die das Stück bereits gesehen haben, ein Highlight“, erklärt Birte Eilbrecht. Unterstützt wurden die beiden Theaterpädagogen nicht nur vom Team der Jugendfreizeitstätte, das sich u.a. täglich um ein warmes Mittagessen kümmerte, sondern während des Probenprozesses auch von dem Erzieher im Anerkennungsjahr Henning Polasz und der Theaterpädagogikstudentin Nele Eilbrecht.