Stadt dankt Bürgern für freiwilliges Engagement
Die Stadt Brakel richtet alle drei jahre den "Tag des Ehrenamtes" aus, um Menschen zu danken, die in unserer Gesellschaft ehrer im Hintergrund agieren und von ihrem ehrenamtlichen Wirken für das Gemeinwohl kein besonderes Aufheben machen. Im festlichen Rahmen dankte Bürgermeister Hermann Temme in der vergangenen Woche allen, die ehrenamtlich für über 250 Vereine, Organisationen und Institutionen in Brakel tätig sind. "Dieser besondere Tag will ins Bewusstsein rücken, was ehrenamtliche Tätigkeit für unsere Gesellschaft und die Demokratie bedeutet, und die Leistungen der vielen Menschen würdigen, die im Stillen wirken", hielt Bürgermeister Hermann Temme in seiner Ansprache fest. Unsere Gesellschaft könne nur so funktionieren, wie sie funktioniere, weil es ehrenamtlich Tätige in großer Zahl gebe. Sie bewiesen Solidarität und Gemeinsinn und führten damit ein Stück gelebte Demokratie vor Augen. "Allerdings sollten Ehrenamtliche keine Lückenbüßer spielen müssen oder bloß eingesetzt werden, weil nicht genug Geld da ist, um hauptamtliche Kräfte einzusetzen", sagte Temme.
Dem Brakeler Bürgermeister war es eine besondere Freude und Ehre Wolfgang Kühlewind, Horst Dieter Krus und Hermann-Karl Bobbert mit Verdienstmedaillen der Stadt Brakel sowie Wilhelm Kukuk mit dem Sonderpreis für ihr langjähriges und unermüdliches Wirken auszuzeichnen.
Die Würdigung der vier Ehrenamtlichen quittierten die 320 Besucher mit einem kräftigen Applaus.
Der Festakt in der Aula des Schulzentrums wurde musikalisch vom Männergesangverein Concordia Bellersen unter der Leitung von Volker Schrewe begleitet. Beim anschließenden gemeinsamen Essen in der Mensa der Gesamtschule sorgte der englische Sänger Nigel Prickett für Unterhaltung.
Verdienstmedaille derStadt Brakel im Bereich "Soziales"
Seit Jahrzehnten engagiert sich Wolfgang Kühlewind in verschiedenen Bereichen in Istrup. Unter anderem ist er im Bezirksausschuss, in der Kirchengemeinde und im Kirchenvorstand aktiv, bringt sich seit fast 40 Jahren im Schützenverein und in der Reservistenkameradschaft ein und ist seit 17 Jahren verantwortlich für den Internetauftritt Istrups. Die Integration von Flüchtlingsfamilien in die Istruper Gemeinschaft ist ein weiterer Schwerpunkt seines Wirkens.
Verdienstmedaille derStadt Brakel im Bereich "Kultur"
Als einen hochgeschätzten Autor, einen renommierten Wissenschaftler und den Heimatforscher unserer Region, stellte Bürgermeister Temme Horst-Dieter Krus aus Bellersen vor. Er habe die gesamte Kulturregion, vor allem aber auch die Wandlung Bellersens zum Kulturmusterdorf entscheidend mitgeprägt. Als heimatverwurzelte moralische Instanz sei Kurs Motor, Spiritus und Rektor vieler Projekte. Krus ist unter anderem als Heimatgebietsleiter der Ortsheimatpflege für das Hochstift Paderborn und das Corveyer Land tätig. Sein langjähriges Engagement komplettieren die Vorstandstätigkeit im Heimat- und Verkehrsverein Bellersen, seine Funktion als Schiedsmann für die Ortschaften Bellersen und Bökendorf. Auch ist er als Geschichtsforscher sowie als Autor diverser Heimatbücher bekannt.
Verdienstmedaille derStadt Brakel im Bereich "Sport"
Hermann-Karl Bobbert aus Riesel ist seit vielen Jahren als "fleißige Hand" für die Sportvereine "SSV Rheder/Riesel" und den "FC 99 Aa-Nethetal" aktiv. Die Betreuung der Mannschaften sei ihm ein besonderes Anliegen, sagte Laudator Temme. Seine faire und sportliche Haltung sowie seine Kameradschaft werde sowohl von Vorstandskollegen als auch Vereinsmitgliedern sehr geschätzt. Neben seinen Funktionen als Vorsitzender und seinen organisatorischen Wirkungsbereichen pflegt Bobbert den Sportplatz und das Sportheim. Aber auch im Kirchenvorstand, im Schützenverein, im Pfarrgemeinderat und in der gesamten Dorfgemeinschaft ist der Rieseler engagiert.
Sonderpreis
Den Sonderpreis erhielt Wilhelm Kukuk aus Erkeln. Er ist Initiator, Ideengeber und helfende Hand, wenn es um die Verschönerung seines Heimatortes geht. Beispielsweise pflegt er die Bänke im Außenbereich und sorgt dafür, dass die Hainbuchenhecken am Dorfplatz und an der Bachstraße geschnitten werden.