Inklusive Ganztagsbetreuung begeistert Yvonne Gebauer
220 Schülerinnen und Schüler werden in der IOGS nach Unterrichtsschluss betreut. Zwei der insgesamt fünf Gruppen werden von Kindern der Gemeinschaftsgrundschule und von Kindern der Brüder-Grimm-Schule besucht. Obwohl die Schulen in unmittelbarer Nachbarschaft liegen und nur durch eine Straße getrennt sind, hat die Realisierung etwa sechs Jahre gedauert. "Wir haben eine gute Kooperation und stehen im ständigen Austausch", sagte Maria Komm, Leiterin der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um verschiedene Träger handele, sei zwar mehr Bürokratie nötig, jedoch laufe der Betrieb problemlos.
Auch Nadine Beyermann, Leiterin der IOGS, betonte, dass die Kinder sich schnell in das inklusive Angebot eingewöhnt hätten. "Für die Kinder ist es überhaupt kein Thema, welche Schule man vormittags besuche", erklärte Beyermann. In den gemischten Gruppen kommen auf 18 Kinder drei Fachkräfte für die Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung.
Schulministerin Yvonne Gebauer lobte das innovative Projekt und die gute Zusammenarbeit der Schulen. "Der Austausch und die Kooperation sind das A und O bei der Umsetzung", betonte die Ministerin. Sie überzeugte sich selbst vom laufenden Betrieb und von der Arbeitsweise der IOGS.
Josef Heger von der stadt Brakel forderte im Gespräch mit der Ministerin einheitliche Qualitätstandards dür die offenen Ganztagsgrundschulen, zum Beispiel was die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrifft. Hier setze der Kreis Höxter freiwillig hohe Maßstäbe. Leider sei dies momentan nicht umsetzbar, antwortete Gebauer, denn Standards seinen zwar wünschenswert, würden aber viele Kommunen überfordern.
Am Ende ihres Besuchs in Brakel trug sich Yvonne Gebauer in das Goldene Buch der Stadt Brakel ein und setzte dann ihre Reise fort und besuchte anschließend die Von-Galen-Schule in Frohnhausen.