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Datum: 08.03.2017

Telekom stellt Planungen vor

Wer gerne schnell im Internet unterwegs ist, kann sich freuen: Die Telekom hat die künftige Ausstattung der Kernstadt Brakel mit schnellem Internet in ihr Ausbauprogramm 2017 aufgenommen und vor einigen Tagen mit den Arbeiten begonnen. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud wird bequemer. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s. Die Kosten für den Ausbau trägt die Telekom. Das Unternehmen investiert einen einstelligen Millionen Euro Betrag. Das hat die Telekom in einem Gespräch mit Bürgermeister Hermann Temme mitgeteilt. „Wir wissen, wie wichtig ein leistungsfähiger Internet-Anschluss ist, deshalb treibt die Deutsche Telekom seit Jahren den Breitband-Ausbau nach Kräften voran“, sagt Karl-Heinz Rempe, Regio-Manager der Deutschen Telekom. „Aus dem neuen Netz können wir den Kunden alles aus einer Hand bieten: Telefonie, Internet und Fernsehen.“ 

"Ein Leuchtturmprojekt für unsere Stadt und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, was die digitale Infrastruktur hier in Brakel betrifft", freut sich Bürgermeister Hermann Temme.

Wie der Ausbau weitergeht

Die Telekom beginnt nun mit der Feinplanung für den Ausbau. „Unser Ziel ist es, so viele Anschlüsse wie möglich im Vorwahlbereich 05272 (bezogen auf die Kernstadt Brakel) mit schnellem Internet zu versorgen“, sagt Karl-Heinz Rempe, Regio-Manager der Deutschen Telekom. „Wie das Ausbaugebiet endgültig aussieht, entscheidet sich nach Abschluss der Planungen,“ so der Regio-Manager weiter. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Größe des letztendlich versorgten Gebietes, beispielsweise die vorhandenen Leerrohr-Kapazitäten, das erreichbare Kundenpotenzial und auch die Wettbewerbssituation. 

Mit den erforderlichen Tiefbaumaßnahmen (teilweise als Tagesbaustellen) wurde bereits Anfang März im Bereich Hembser Berg, Schumannstraße, Nieheimer Straße und Faulensieksweg begonnen, die Fertigstellung der gesamten Maßnahme soll bis zum vierten Quartal 2017 erfolgen. Im ersten Schritt werden nun 3.100 Haushalte an das Netz angeschlossen und fünfzehn Multifunktionsgehäuse aufgestellt, der Anschluss weiterer 1.400 Haushalte und die Errichtung von zehn zusätzlichen Multifunktionsgehäusen im Nahbereich ist für das kommende Jahr geplant. Insgesamt 5 Kilometer Glasfaserkabel wird die Telekom hier verlegen, die Tiefbauarbeiten erfolgen auf insgesamt 2,8 Kilometern Länge.

Anschluss der Gewerbegebiete und Ortsteile ist geplant

Der Anschluss der Gewerbegebiete und Ortsteile erfolge nicht im Eigenausbau der Telekom, so Regio-Manager Karl-Heinz Rempe, hier sei bereits ein entsprechendes Markterkundungsverfahren durch den Kreis Höxter erfolgt. "Die Zuständigkeit für das Förderantragsverfahren liege hier zwar bei den einzelnen Kommunen", so Bürgermeister Hermann Temme, federführend werde dieses Verfahren allerdings durch die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung koordiniert, um so eine einheitliche Umsetzung innerhalb des Kreises erzielen zu können. Der Zuwendungsbescheid für den Ausbau der Gewerbe- und Industriegebiete wurde bereits durch die Bezirksregierung Detmold erteilt. Entsprechende Förderanträge für die Ortslagen habe die Stadt Brakel bereits gestellt, die Ausschreibungsverfahren seien derzeit in der Vorbereitung, berichtet der Bürgermeister weiter.

So kommt das schnelle Netz ins Haus

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Überragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung "schnell" zu machen, kommt das Vectoring-Verfahren zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Freischaltung für das neue Netz muss beantragt werden

Die Freischaltung erfolgt nicht automatisch durch die Deutsche Telekom, Kunden müssen diese beantragen, denn es besteht kein Anschlusszwang für das neue Netz. Über die entsprechenden Anschlussmöglichkeiten werden die Kunden rechtzeitig informiert, so werden ebenfalls Vertriebsmitarbeiter die einzelnen Haushalte persönlich aufsuchen und informieren. "Auf unsere Kunden werden keine höheren Kosten zukommen", erklärt Karl- Heinz Rempe von der Telekom, denn eine erneute Überprüfung des bestehenden Vertrages könne unter Umständen sogar Einsparungen mit sich bringen, dieses richte sich natürlich nach dem gewählten Tarif. Eine automatissche Umstellung seitens des Netzbetreibers erfolge allerdings nicht. Weitere Informationen zur Anschlussmöglichkeit seien ebenfalls im Internet oder über den Vertrieb vor Ort "Mobiworld" in Brakel zu erhalten. Auch die Kunden anderer Anbieter, die Kooperationspartner derTelekom sind (beispielsweise 1 & 1 oder Vodafone) werden von dem neuen Netz profitieren und Geschwindigkeiten von bis zu 50.000 Megabit pro Sekunde (MBit/s) erreichen können.

Weitere Informationen

Wer mehr über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife der Telekom erfahren will, kann sich im Internet oder beim Kundenservice der Telekom informieren:

www.telekom.de/schneller

● Neukunden: 0800 330 3000 (kostenfrei)

● Telekom-Kunden: 0800 330 1000 (kostenfrei)

● Kleine und Mittlere Unternehmen 0800 330 1300 (kostenfrei)

Die Telekom stellte heute die Detailplanungen für das "schnelle Internet" in Brakel vor: (von links) Bernd Plath (Beauftragter Technischer Ausbau Telekom), Bürgermeister Hermann Temme, Karl-Heinz Rempe (Regio-Manager Telekom) und Josef Breuers (Breitbandbeauftragter Telekom).