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Datum: 01.11.2016

Breitbandausbau Gewerbegebiete/Siedlungsbereiche und Ortschaften

Der Anschluss an das Breitbandinternet ist in der heutigen Zeit für Unternehmen zum wesentlichen Standortfaktor geworden. Eine leistungsfähige Kommunikationstechnologie gilt dabei als Grundvoraussetzung, um effiziente Prozesse und einen schnellen Datenaustausch zu gewährleisten. Aufgrund der bestehenden Netzausbaustrukturen steht in Brakel, wie auch in vielen anderen Kommunen im ländlichen Raum, bisher kein Hochgeschwindigkeitsinternet mit einer Leistung von mehr als 50 Mbit/s zur Verfügung. „Für die Zukunftsfähigkeit unserer Städte und Ortschaften ist ein flächendeckender Ausbau in Brakel und im Kreis Höxter erforderlich“, so Bürgermeister Hermann Temme. Die Stadtverwaltung Brakel beschäftige sich derzeit intensiv mit dem Thema Breitbandausbau, der kreisweit durch die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) im Kreis Höxter mbH koordiniert und abgewickelt wird.

Im ersten Schritt soll nun ein Ausbau der Gewerbegebiete erfolgen

„Erst wenn kein Marktanbieter, wie beispielsweise ein örtlicher Netzanbieter, den Eigenausbau anstrebt, können Kommunen im Rahmen des Breitbandausbaus tätig werden“, so GfW-Geschäftsführer Michael Stolte.

In einer Bedarfsabfrage und einem Markterkundungsverfahren wurden daher durch das Unternehmen Micus Strategieberatung kreisweit die sogenannten „weißen Flecken“ lokalisiert. Damit werden die Gebiete bezeichnet, deren Internetgeschwindigkeit unter 30 Mbit/s liegt und die somit förderrechtlich als unterversorgt gelten. In einem ersten Schritt soll nun ein Ausbau der Gewerbegebiete erfolgen. Die zeitliche Umsetzung dieser Ausbauplanungen ist für die Jahre 2017 und 2018 beabsichtigt. Für Brakel bedeutet dies, dass sowohl das Gewerbegebiet „Brakel-West/Riesel“ als auch „Brakel-Süd“ per FTTB-Technologie an das Glasfasernetz angeschlossen werden sollen. Nachdem die Fördermittel aus dem Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm des Landes NRW bereits beantragt worden sind, werden aktuell die Ausschreibungen durch die GfW Höxter vorbereitet. „Sobald klar ist, welche Versorgungsunternehmen die jeweiligen Ausbauaufträge ausführen, können konkrete Aussagen getroffen werden. Zeitlich wird dieser Arbeitsschritt noch bis zum Jahresende andauern. Mit einem Ausbaubeginn ist dann im kommenden Jahr 2017 zu rechnen“, erläutert Stolte.

Weiterhin erfolgt Breitbandausbau der unterversorgten Siedlungsbereiche und Ortschaften

Als weiterer Schritt ist der Breitbandausbau der unterversorgten Siedlungsbereiche und Ortschaften geplant. Dabei soll eine möglichst flächendeckende Versorgung mit einer Internetgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s erreicht werden. „Bei der Gesamtbetrachtung ist allerdings anzumerken, dass ein solches Ausbauprojekt unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten nicht bis zum letzten einzelnen und weit entfernt gelegenen Hausanschluss realisierbar ist“, sagt Michael Stolte. Im Vordergrund stehe aber weiterhin, eine möglichst hohe Versorgungsquote auf Basis der förderrechtlichen und finanziellen Voraussetzungen zu erzielen. Es ist geplant, dass die Ausschreibung für den Ausbau der Siedlungsbereiche bis Ende des Jahres 2016 publiziert wird, sodass Anfang 2017 die Auswertung der Angebote und die weiteren Schritte erfolgen können. „Nicht nur für unsere Unternehmen, sondern auch für die Privathaushalte gehören eine zukunftsfähige Breitbandinfrastruktur mittlerweile zu den grundlegenden Wohn- und Standortkriterien. Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, frühzeitig in diese Technologien zu investieren und den Zugang zu Hochgeschwindigkeitsinternet zu ermöglichen“, betont Bürgermeister Temme. In den Haushaltsplänen der Stadt Brakel werden daher für die kommenden Jahre 2017-2019 insgesamt 240.000 Euro zur Bereitstellung eingeplant. 

Mit Hilfe der kreisweiten Koordinierung durch die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH arbeiten die Kommunen in einem starken Zusammenschluss und gemeinsam mit fachlich qualifizierter Unterstützung an der Erreichung einer nachhaltigen Internetversorgung der Region.