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Datum: 24.05.2017

Stadt Brakel erhält Fördermittel in Höhe von 456.000 €

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl besuchte heute die Stadt Brakel, um den Förderbescheid in Höhe von insgesamt 456.000 € persönlich an Bürgermeister Hermann Temme zu übergeben. Insgesamt acht Einzelmaßnahmen werden durch das Städtebauförderprogramm für den Bereich „Historischer Stadtkern“ bezuschusst. Bürgermeister Hermann Temme war sehr erfreut, dass es Frau Thomann-Stahl trotz ihres gefüllten Terminkalenders möglich war, den Weg in die Nethestadt anzutreten. "Der Historische Stadtkern hat für unsere Stadt eine sehr große Bedeutung", betonte der erste Bürger der Stadt. Es liege in der Verantwortung einer Kommune, das kulturelle Erbe für zukünftige Generationen und im Hinblick auf Einzelhandel und Tourismus zu pflegen und zu bewahren, so Temme weiter.

"Erbe im Gepäck - Zukunft im Blick"

"Auch die Stadt Brakel hat das Erbe im Gepäck und die Zukunft im Blick", erklärte der Bürgermeister und verwies auf das durch die Arbeitsgemeinschaft Historischer Stadt- und Ortskerne in NRW aufgelegte Buch mit dem gleichnamigem Titel, in dem auch die Nethestadt in Bild und Wortbeiträgen zu finden sei.

Die Hansestadt Brakel ist bereits seit 1997 Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft „Historische Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen“. Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist es, das städtebauliche und architektonische Erbe zu erhalten, zu pflegen und weiterzuentwickeln. Unterstützt wird diese Aufgabe durch das Land Nordrhein-Westfalen. Das Brakeler Stadtbild ist auch heute noch von vielen historischen Bauten geprägt, wie beispielsweise Bauten der Gotik und des Barock sowie die vollständig erhalten gebliebene Originalität des Marktplatzes mit dem historischen Rathaus und dem Kirchplatzbereich. Erfreulicherweise verfügt Brakel darüber hinaus auch über eine große Anzahl denkmalgeschützter und stadtbildprägender Bauten, die größtenteils bereits mit finanzieller Hilfe aus dem Stadterneuerungsprogramm des Landes NRW aufwändig saniert werden konnten. Für den Förderbereich der Kernstadt Brakel wurden seit Beginn der 1980-er Jahre bis zum jetzigen Zeitpunkt (Programmjahr 2016) Ausgaben in Höhe von rd. 17 Mio. € getätigt. Diese Maßnahmen wurden mit rd. 11,6 Mio. € bezuschusst.

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl lobte anschließend das enorme Engagement und die Planungskontinuität der Stadt. "Wir sehen und honorieren, dass hier in Brakel alle an einem Strang ziehen und erkennen natürlich auch das gut aufgestellte Planungskonzept von Politik und Verwaltung, welches bereits seit 1980 kontinuierlich weiterverfolgt wird", betonte die Regierungspräsidentin. Es dürfe auch nicht verachtet werden, dass die Stadt die geplanten Maßnahmen zu 40 Prozent aus Eigenmitteln finanzieren müsse, auch darin verdeutliche sich die gute Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitik und Verwaltung. Sie wisse, dass in Brakel das Gesamtkonzept sei stimmig und am positiven Erscheinungsbild der Stadt permanent gearbeitet werde, daher freue sie sich, heute diesen Förderbescheid in Höhe von insgesamt 456.000,00 € übergeben zu dürfen.

Acht Einzelmaßnahmen werden gefördert - Barrierefreiheit steht im Vordergrund

Der stellvertretende Leiter des städtischen Bauamtes, Willi Düsenberg, berichtete, dass der Förderantrag für das Programmjahr 2017 bereits im vergangenen Jahr gestellt worden sei. Bei den Einzelmaßnahmen stehe vor allem die Barrierefreiheit im Vordergrund, da die Menschen aufgrund des demografischen Wandels immer älter werden.

Folgende Einzelmaßnahmen werden durch das Städtebauförderprogramm für den Bereich „Historischer Stadtkern“ bezuschusst: Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept; Barrierefreie Gestaltung des Kapellenumfeldes an der Kriegerehrung, von öffentlichen Anschlussflächen an Ostheimer Straße, Hanekamp, Am Thy; Profilierung und Standortaufwertung (Fassadenprogramm); Verfügungsfonds (Belebung des Marktplatzes); Quartiersmanagement (Externe Unterstützung bei der Innenstadtentwicklung und Fortsetzung der Stadtmarketingaktivitäten) und die Barrierefreie Gestaltung von Wegen auf dem Kirchplatz. Für diese Einzelmaßnahmen mit einem Kostenvolumen von insgesamt 760.000 € werden nun Fördergelder in Höhe von insgesamt 456.000,00 € fließen.

Die Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (3. v. links) überbrachte heute den Förderbescheid. Über die Freigabe der Mittel freuten sich (von links) Meinolf Schulte (Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/DIE GRÜNEN), Ursula Grewe (stellvertretende Bürgermeisterin), Bürgermeister Hermann Temme, Peter Frischemeier (allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters) und Willi Düsenberg als stellvertretender Bauamtsleiter.