Thema Weihnachtskrippe - Menschen auf der Flucht
In der Gesamtschule Brakel sind derzeit die jüngsten Arbeiten der Gesamtschüler - im Rahmen des Landesprojektes "Kulturrucksack" - und einer Arbeitsgemeinschaft der Hauptschule, figürliches Arbeiten mit Ton, ausgestellt. Es entstand eine biblische Geschichte, vor 2000 Jahren geschehen. Die Schüler haben sich unter der Leitung von Heidrun Becker diesem heute wieder aktuellen Thema gewidmet: Reisende aus der Ferne - Flüchtende in Not.
Zwei Schulprojekte - im Resultat ein Thema
Bereits im Sommer begannen 7 Schüler der Gesamtschule Brakel im Rahmen des Projektes "Kulturrucksack" mit ihrer freiwilligen Arbeit. Obwohl die Sommersonne noch hoch am Himmel stand, beschäftigten sie sich bereits mit dem Thema "Weihnachtskrippe - Menschen auf der Flucht". Sie verarbeiteten Ton, der gebrannt, engobiert und anschließend glasiert wurde. Der Leiterin des Programms "Kulturrucksack", Heidrun Becker, ist es gelungen, zwei unterschiedlich thematisierte Schulprojekte im Resultat zusammenzuführen. In einer Arbeitsgemeinschaft der Hauptschule Brakel befasste sie sich mit dem Thema "Menschen verschiedener Nationalitäten". Schon während des Arbeitsprozesses entwickelte sich der Bezug zum Projekt der Gesamtschule, denn in beiden Arbeitsgruppen sind Menschen auf der Flucht. Gerade im Hinblick auf die aktuellen Flüchtlingsströme fand sich schnell eine Parallele zum damaligen Weg von Maria und Josef in Richtung Betlehem. Die Hauptschüler modellierten unterschiedlichste Figuren und reihten ihre Kunstwerke hintereinander auf, es entstand im Ergebnis ein gemeinsamer Weg von Menschen. Abgegrenzt durch einen Drahtzaun erinnert die Szene an die aktuelle Situation der flüchtenden Menschen an den Landesgrenzen. Eine Gruppe Menschen verschiedener Couleur und Herkunft, aus Ton gestaltet, steht ratlos vor einem Zaun. Auch über dieser Gruppe schweben die Engel. So entstand schnell eine direkte Parallele zu den Arbeiten der Gesamtschüler, die im Rahmen des Kulturrucksack das Thema "Weihnachtskrippe, Menschen auf der Flucht“ angingen. Die zum Teil abstrakte Umsetzung des Themas ist den Schülern hervorragend gelungen, denn sie haben die Realität dieser Zeit verinnerlicht und über 2000 Jahre Weihnachtsgeschichte neu und aktuell verarbeitet. Eine ungewisse Reise in die Zukunft, Lebensangst und Not waren damals und sind heute Thema. Das wir ALLE gesegnet sind und eine große Familie hier auf Erden, wollen die Schüler und Frau Becker damit auf sehr gelungene Art und Weise zum Ausdruck bringen. Die Kunst bietet wunderbare Möglichkeiten, Dinge ins Bewusstsein zu bringen. "Das haben wir einfach nur erarbeitet", sagt Frau Becker. Hoffnung, Hilfe und Menschenliebe symbolisieren die vielen großen und kleinen, schwebenden und beistehenden Engel – wie schon damals zur Zeit von Jesus. Die tollen Ergebnisse der Schülerarbeiten sind derzeit in der Gesamtschule Brakel ausgestellt.
Freuen sich über die tollen Ergebnisse der Projektarbeit: (v.links) Patrick Dreier, Heidrun Becker (Projektleiterin), Joel Franke, Enrico Arnst, Mareen Nolte, Sandra Florsch (Direktorin der Gesamtschule), Lenja Tillmann und Franziska Happe. Auf dem Foto fehlt: Livia Franke.