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Datum: 12.05.2016

Konstante Wassertemperatur bei 27 Grad

Künftig wird das Sommer-Bad mit regenerativer Wärme versorgt und somit die 730 Kubikmeter Wasser aller drei Becken wetterunabhängig auf konstante 27 Grad erwärmt und das Duschangebot von bisher vier Duschen auf acht Duschen erweitert. „Wir steigern somit die Attraktivität des Bades enorm“, sagt Bürgermeister Hermann Temme. Auch für Schulen, Aqua- und Schwimmkurse soll das Sommerbad künftig mehr genutzt werden. Die Stadt rechnet mit deutlichen Besucherzuwächsen.

Betreiber ist die Biogas Brakel GmbH

Landwirt Michael Meyer ist Geschäftsführer der „Biogas Brakel GmbH“, die mit der Wärme ihrer Biogasanlage im Märsch das Sommerbad versorgen wird. Von den insgesamt zwei Millionen produzierten Kilowattstunden werden 500.000 bis 600.000 Kilowattstunden in die städtische Einrichtung fließen. „Wir produzieren überschüssige Wärme und freuen uns, dass diese jetzt im Sommer-Bad den Brakeler Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommt“, betont Meyer.

Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Derzeit wird die 300 Meter lange Nahwärmeleitung vom ehemaligen Molkereigelände zum Sommer-Bad verlegt. Hier versorgt die Biogasanlage bereits das gesamte Schulzentrum Am Bahndamm, das Hallen-Bad, die Sporthalle und die neuen Wohn- und Geschäftshäuser mit Nahwärme. Für den Anschluss des Sommer-Bades müssen die K 18 und die Ostheimer Straße sowie die Brucht und der Hakesbach unterquert werden. Die Anschlusskosten in sechsstelliger Höhe trägt die „Biogas Brakel GmbH & Co.KG“. Die Stadt zahlt eine feste Jahrespauschale für die Wärmelieferung.

Bisher ist das Wasser im Sommerbad über eine Absorberanlage geheizt worden. „Wir waren dadurch trotzdem wetterabhängig“, sagt Andreas Gehle, der bei der Stadt Brakel für die Bäder zuständig ist. Wenn das Wetter nicht entsprechend gewesen sei, sei die Temperatur auch mal ganz schnell von 27°C wieder Richtung 20°C gesunken.

Die Vorbereitungen für die Sommer-Bad-Saison sind fast abgeschlossen. Das Sommer-Bad öffnet am Samstag, 14. Mai 2016 um 10 Uhr seine Pforten. Dann soll zunächst, die Absorberanlage an das Netz gehen. Eine Umschaltung auf Nahwärme in circa drei Wochen sei aber technisch kein Problem, so Michael Meyer und Schwimmmeister Bernd Willeke.

Im vergangenen Jahr haben etwa 18.000 Besucherinnen und Besucher das Sommer-Bad genutzt.

Die Bioenergie hat sich in den letzten zehn Jahren in Brakel verfünffacht. Das gilt für Wärme und auch für Strom, der eingespeist wird. Der Anteil der regenerativen Energie ist in Brakel von 2005 circa 10 % auf 2015 circa 70 % gestiegen. Brakel erfüllt somit schon jetzt die Klimaschutzziele der Regierung 2020 und ist auf dem besten Kurs, auch die schon für 2050 geplanten Ziele frühzeitig zu erfüllen.

Das Ziel, das vom Rat beschlossen wurde, 2025 bilanziell energieautark zu werden, ist damit ein großes Stück näher gerückt. Die Nahwärmenetze in Brakel entwickeln sich seit 2003 sehr gut. Bereits 2003 wurde die Grundschule Brakel ans Nahwärmenetz (Holzhackschnitzelanlage) angeschlossen, 2011 erfolgte der Anschluss der Schulen am Bahndamm, des Hallenbades und der Sporthalle an die Biogasanlage.

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