Nahwärme Brakel (NWB): Ausschuss erhielt interessante Einblicke
Wie nachhaltige Energieversorgung, regionale Wertschöpfung und wirtschaftliche Verantwortung miteinander verbunden werden können, erlebten die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Kultur bei ihrem Besuch des Heizwerks der Nahwärme Brakel GmbH (NWB) im Bohlenweg. Geschäftsführer Jens Hoppe informierte die Ausschussmitglieder und Vertreter der Stadtverwaltung ausführlich über das Unternehmen, die Betriebsabläufe und die Entwicklung des Nahwärmeverbunds.
Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, welche Bedeutung regionale Unternehmen für eine zukunftsfähige Entwicklung haben
Die Nahwärme Brakel GmbH wurde bereits im Jahr 2003 in Betrieb genommen und gilt seit ihrer Gründung als innovatives Vorzeigeprojekt. Das Hackschnitzelwerk versorgt mehrere Schulen, öffentliche Gebäude und weitere Einrichtungen mit Wärme aus nachhaltiger Biomasse. Zum Kundenkreis gehören unter anderem das Kolping-Berufsbildungswerk, das Berufsschulzentrum des Kreises Höxter, die Stadt Brakel, die Landwirtschaftskammer NRW, der WLV-Kreisverband Höxter und der Bildungscampus Handwerk. Die Wärmeabnahme beträgt rund 4.000 Megawattstunden pro Jahr. Zwei Holzkessel erzeugen die Wärme, die über ein rund 1.400 Meter langes unterirdisches Leitungsnetz zu den angeschlossenen Gebäuden transportiert wird. Dadurch können jährlich etwa 400.000 Liter Heizöl ersetzt werden. Zugleich erfüllt der eingesetzte Energieträger die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes. Für die angeschlossenen Kunden ergibt sich zudem eine Einsparung von rund 50.000 Euro an CO₂-Steuer pro Jahr. „Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, welche Bedeutung regionale Unternehmen für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Stadt haben“, betont die Ausschussvorsitzende Viola Wellsow. Die Nahwärme Brakel GmbH verbinde Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung. Solche Unternehmen seien wichtige Partner der kommunalen Wirtschaftsförderung, weil sie Arbeitsplätze sichern, innovative Lösungen entwickeln und zugleich Verantwortung für die Region übernehmen, so die Vorsitzende.
Ziel bleibt es, das Netz perspektivisch an bereits vorhandene Wärmeleitungen anzubinden
Geschäftsführer Jens Hoppe erläuterte, dass auch weiterhin an einem Lückenschluss zum Ausbau des Nahwärmenetzes gearbeitet werde. Ziel sei es, das Netz perspektivisch an bereits vorhandene Wärmeleitungen in der Innenstadt anzubinden. Auch Bürgermeister Kleinschmidt würdigte die Entwicklung des Unternehmens: „Die Nahwärme Brakel GmbH hat bereits im Jahr 2003 gezeigt, wie aus einer regionalen Idee ein langfristig tragfähiges Innovationsprojekt entstehen kann. Die Nutzung regionaler Rohstoffe stärkt unsere heimische Wirtschaft und verkürzt die Wege. Das ist gelebte Wirtschaftsförderung und zugleich ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.“