Bauarbeiten haben begonnen
Die Bauarbeiten zum Kletterzentrum Ostwestfalen-Lippe haben begonnen. Am Freitag ist der Grundstein enthüllt worden. Im Januar sollen die ersten Kletterer die Wände des von der Sektion Weserland im Deutschen Alpenverein (DAV) gebauten Gebäudes erklimmen können. 125 Routen sollen hier später einmal Kletterfreunde locken. Brakels Bürgermeister Hermann Temme bezeichnete das Zentrum als Leuchtturmprojekt für die gesamte Region. "Denn eine Kletterhalle, wie sie hier gebaut wird, gibt es bislang nur in den Städten Bielefeld, Hannover, Göttingen, Kassel und Paderborn«, berichtete er. Diese diene auch der Jugendarbeit und der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Projektleiter Markus Schrader dankte bei der Grundsteinenthüllung vor allem der Stadt Brakel. "Ohne die Unterstützung von dort würden wir heute hier nicht stehen", sagte er. Insbesondere im Bauamt hätten sich Johannes Groppe und Willi Düsenberg stark engagiert, seien mit nach Düsseldorf gefahren, um Förderanträge auf den Weg zu bringen.
Bürgermeister Temme betonte außerdem: "Zudem bildet das Kletterzentrum einen weiteren wichtigen und besonders attraktiven Baustein im Tourismusangebot des Kulturlandes Kreis Höxter mit überregionaler Wirkung." Für die Stadt Brakel sei es das I-Tüpfelchen im Bereich der Konversionsfläche der ehemaligen belgischen Kaserne. Wie Projektleiter Markus Schrader ausführte, soll das Kletterzentrum OWL eine Halle für alle sein. "Klettern können alle, auch Nichtmitglieder", erläuterte er. DAV-Mitglieder bekämen Vergünstigungen.
Es solle Kletterkurse für Einsteiger, Fortgeschrittene und Technikkurse geben. Auch betreutes Klettern für Menschen mit Behinderung bis hin zu inklusivem Klettern sei vorgesehen.
"Wir möchten den Klettersport als Breitensport in der Region etablieren", nannte Markus Schrader eines der Ziele und ergänzte mit Blick darauf, dass Klettern 2020 olympisch werden soll: "Aus dem Breitensport heraus sollen Kinder und Jugendliche an den Leistungssport herangeführt werden." Ein weiteres Ziel sei es, regionale Kletterwettbewerbe zu veranstalten oder auch die NRW-Landesmeisterschaften auszurichten.
In der kommenden Woche sollen die Fundamente für Halle gegossen werden, vier Wochen später kann damit begonnen werden, das Gebäude in Holzständerweise zu errichten.