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Datum: 03.07.2015

Spatenstich am Flüchtlingsheim - Fertigstellung im Dezember

Mit einem offiziellen Spatenstich begannen die Arbeiten für den Neubau einer Flüchtlingsunterkunft auf dem städtischen Grundstück zwischen Feuerwehrgerätehaus und DLRG in Brakel. Entstehen soll ein Wohngebäude mit 13 Zimmern für jeweils vier Personen. – Also zur Unterbringung von 52 Personen, in teils Massiv- teils Hallenbauweise. Die Zimmer werden je eine Wohnfläche von etwa 17 m² haben. Das Gebäude ist 2 –geschossig geplant, mit Flachdach und Terrasse. Eine Küche, Gemeinschaftsräume und ein Hauswirtschaftsraum sind ebenfalls auf insgesamt 650 Quadratmetern Nutzfläche untergebracht. So wird das Gebäude eine Außenhöhe von etwa 6,8 Metern aufweisen.

Die gesetzlich vorgeschriebene Wärmedämmung zur Energieeinsparverordnung und die Vorgaben des Brandschutzes werden eingehalten. Die Ausstattung wird zweckmäßig und einfach gehalten. Im Dezember soll das Gebäude stehen und bezugsfertig sein.
Kosten ca. 687.000 Euro
Ziel ist es, die gesetzliche Verpflichtung für Kommunen zur Aufnahme von Flüchtlingen im Wege der Anschlussunterbringung nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz weiterhin sicher zu stellen.
Das Grundstück zwischen Feuerwehrgerätehaus und DLRG war bereits im Besitz der Stadt und liegt stadtnah.
Im Sinne der Flüchtlinge und ihrer Integration in die städtische Gemeinschaft sollte es sich auch um eine integrierte Lage handeln, sprich die Wege zur Versorgung mit dem Alltäglichen und die Wege zur Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie Ämtern und Einkaufsmöglichkeiten sollten nicht zu lang sein.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge konnte aufgrund der schwierigen politischen Situation in Krisengebieten noch keine verbindlichen Prognosen bezüglich der Flüchtlingszahlen für 2015 und folgende abgeben. Es wird derzeit mit einer weiteren Steigerung der Flüchtlingszahlen gerechnet. Für Brakel geht die Verwaltung von mehr als 190 Personen im Jahr 2015 aus.

Es ist unbedingt erforderlich, die vorhandenen Möglichkeiten zum Bau von Unterkünften weiter zu entwickeln und voll auszuschöpfen, da sonst die Stadt ihren gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Aufgrund des massiven Aufnahmedrucks müsse das geplante Gebäude schnell umgesetzt werden.

In Brakel engagieren sich bereits seit 25 Jahren ehrenamtliche Flüchtlingshelfer, die sich für die Betreuung, Unterstützung und damit Integration der künftigen in Brakel lebenden neuen Mitbürger einsetzen wollen.
Die Stadt begrüßt dieses Engagement.
„In Brakel leben schon heute über 140 Frauen, Männer und Kinder aus über 26 Ländern friedlich zusammen, das soll auch künftig so sein. Unser aller Ziel ist es, die Flüchtlinge, die bald in Brakel eine neue Bleibe haben, in die städtische Gemeinschaft zu integrieren“, so Bürgermeister Hermann Temme.