Gesamtschule wird fünf Jahre alt
Das pädagogische Konzept der noch jungen Brakeler Schule ist darauf ausgerichtet, Potentiale zu entdecken und entsprechend zu fördern.
"Die vielen kulturellen Angebote an unserer Schule sind ein weiterer wesentlicher Bestandteil der ganzheitlichen Bildung", erklärt Schulleiterin Sandra Florsch.
Entwicklung:
Zum Start der Gesamtschule im Jahr 2013 waren fünf Eingangsklassen geplant. Da es aber damals 190 Anmeldungen gab, gingen direkt sieben Eingangsklassen an den Start.
Nun blicken Schulleitung, Lehrerkollegium und Schülerinnen und Schüler zufrieden auf die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre zurück. Gefeiert wurde dies bereits zum Ende des vergangenen Schuljahres, direkt vor den Sommerferien mit einem bunten Schulfest unter dem Motto "Gib mir fünf - Gemeinsam gehen wir weiter". Es gab ein abwechslungsreiches Programm auf dem weiträumigen Schulgelände.
Als stimmungsvoller Auftakt begann Karin Spork (Abteilungsleiterin II) mit einem Flashmob das Fest und animierte alle dazu, den schmissigen "Gesamtschulrap" mitzusingen.
Schulleiterin Sandra Florsch begrüßte alle Schülerinnen und Schüler sowie Bürgermeister Hermann Temme, Kreisdirkor Klaus Schumacher, Eltern und Gäste.
Ein besonderer Gruß galt Meinolf Klahold, dem für die Gesamtschule Brakel zuständigen Dezerneten bei der Bezirksregiertung Detmold.
Bürgermeister Hermann Temme bedankte sich besonders bei Schulleiterin Sandra Florsch und ihrem engagierten und ideenreichen Kollegium, die die Gesamtschule in den vergangenen fünf Jahren auf ihrem individuellen und innovativem Weg begleitet haben. Er lobte den "guten Geist" , der in der Schule herrsche und ein Zusammenwirken im positiven Sinne innerhalb der Schule erst möglich mache.
Nach der Begrüßung startete die Spaßolympiade, bei dem die Jahrgänge fünf bis acht die in verschiedenen Disziplinen erfolgreichsten Klassen ermittelten, welche später mit einem Pizzagutschein belohnt wurden.
Der Jahrgang neun maß seine Kräfte beim Menschenkickertunier und zeigte hier vollen Einsatz.
Darüber hinaus präsentierten die Schülerinnen und Schüler vielfältige Aktionen, wie zum Beispiel Schwarzlichttheater und kurze Theaterszenen, die sie während des Schuljahres erarbeitet hatten. Diesr Rückblick auf das letzte Schuljahr zeigte, wie abwechslungsreich gearbeitet wurde und unterhielt auch die anwesenden Eltern und Gäste bestens.
Aus kreativ gestalteten Puzzleteilen, welche alle Klassen von dem vorangegangenen Wandertag im Kreis Höxter mitgebracht hatten, wurde ein Kunstwerk zusammengesetzt, welches noch lange an den Geburtstag erinnern wird.
Die Elternpflegschaft kümmerte sich mit Waffeln, Würstchen und Getränken um das leibliche Wohl der Anwesenden.
Was ist eine Gesamtschule?
In der Gesamtschule werden Schülerinnen und Schüler unabhängig von den empfohlenen Schulformen gemeinsam unterrichtet. Das für die Gesamtschule entscheidende Prinzip ist die Integration, die Schüler besuchen eine Schule und werden nach einem gemeinsamen Lehrplan unterrichtet. Sie nehmen am gemeinsamen Unterricht in mehreren Fächern und am gemeinsamen Schulleben teil. Die Gesamtschule umfasst in der Sekundarstufe I die Klassen 5 bis 10 und in der Sekundarstufe II (gymnasiale Oberstufe) die Jahrgangsstufen 11 bis 13. Bei guten Leistungen und der passenden Anzahl von Erweiterungskursen können die Schüler direkt in die gymnasiale Oberstufe wechseln und zum Zentralabitur geführt werden. Der Übergang in die Klassen 5 bis 9 erfolgt jeweils ohne Versetzung. Der Unterricht in Klasse 5 und 6 wird überwiegend im Klassenverband erteilt und knüpft an Unterrichtsformen und –inhalte der Grundschule an.
Vorteile einer Gesamtschule:
Einer der Vorteile der Gesamtschule besteht darin, dass nach der vierten Klasse noch keine weitere Laufbahnentscheidung getroffen werden muss. Die Kinder ab Klasse 5 werden weiterhin gemeinsam unterrichtet, so wie man das von der Grundschule her kennt. Sie werden, wenn sie zur Gesamtschule wechseln, nicht in drei Schulen (Hauptschule/Realschule/Gymnasium) mit unterschiedlichem Niveau und Ansehen „einsortiert“. Je nach Leistungsstand werden die Schüler angehalten, eigenständig zu lernen und ihre Lernprozesse zu reflektieren. Deshalb braucht man sie auch nicht wieder auszusortieren, wie dies am Gymnasium und an der Realschule zum Teil geschieht. Anders ausgedrückt: Alle Schülerinnen und Schüler, die in die fünfte Klasse einer Gesamtschule aufgenommen werden, bleiben bis zum Ende der Sekundarstufe I (Klasse 10) in ihrer einmal gewählten Gesamtschule und auch in ihrem gewohnten sozialen Umfeld.