Neue Flüchtlingsunterkünfte eingeweiht
Die Flüchtlingsunterkünfte im Heinrich-Kluge-Weg und im Märsch wurden offiziell eingeweiht. Bürgermeister Hermann Temme fand während der Feier bewegende Worte. Er sagte, dass sie Aufnahme von Flüchtlingen ein Akt von Humanität und Nächstenliebe seien. Ergänzend betonte er: „Diese Menschen brauchen mehr als ein Dach über dem Kopf, “man müsse diesen Menschen mit Anteilnahme und Respekt begegnen“, so der erste Bürger der Nethestadt. Er dankte insbesondere den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die eine Integration der Flüchtlinge nicht erfolgen könne. Er lobte das Engagement, mit dem die Ehrenamtlichen „unsere Willkommenskultur mit Leben füllen“.
Für die Ökumenische Flüchtlingshilfe dankte Hans-Georg Harrer seinerseits für die Unterstützung. Stellvertretend für alle Unterstützer dankte er zuerst den Brakeler Kommunalpolitikern mit Hermann Temme an der Spitze. "Sie haben bei angespannter Haushaltslage so viel Geld in die Hand genommen, um den Geflüchteten eine angemessene Unterbringung zu ermöglichen", sagte er. Das sei nicht selbstverständlich. Auch lobte er die Standortwahl. Die Helferinnen und Helfer seien sehr froh, beide Heime fußläufig erreichen zu können. So sei eine Betreuung ohne Zeitverluste möglich. Sein Dank galt auch allen weiteren Unterstützern.
Pfarrer Willi Koch für die katholische Kirchengemeinde und Pfarrer Volker Walle für die evangelische Kirchengemeinde segneten die beiden Gebäude.
Das zweistöckige Gebäude im Heinrich-Kluge-Weg bietet Platz für 52. Es hat eine Wohn-/Nutzfläche von ca. 540 m² und ein Volumen von 2.200 m³. Der Gebäudeteil in welchem Technik, Sanitäranlagen und Büro untergebracht sind, wurde als massiver Bau erstellt. Die Zimmer der Flüchtlinge befinden sich in einer ausgebauten Stahlhalle. Sofern die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft nicht mehr erforderlich sein sollte, könnte der Hallenausbau zurückgebaut werden, so dass eine Nutzung als Lager, Werkstatt, oder ähnlich denkbar ist.
Im Brakeler Märsch erstrecken sich die Räumlichkeiten über drei Etagen. Die Wohn-/Nutzflächen betragen etwa 460 m² und das Gebäudevolumen 2.000 m³. Das Gebäude bietet Platz für 58 Personen. Es wurde komplett in Massivbauweise errichtet. Es beinhaltet Zimmer für die Flüchtlinge sowie sanitäre Anlagen und Kochbereiche. Für Unterrichtszwecke kann der vorhandene Gemeinschaftsraum des Altbaus genutzt werden.
Zurzeit leben 438 Flüchtlinge und Asylbewerber in Brakel.