Auszeichnung der nordrhein-westfälischen Kommunen in Aachen
Die Stadt Brakel mit knapp 17.000 Einwohnern nimmt seit dem Jahr 2004 am European Energy Award teil. Der eea ® ist ein Programm zur Qualifizierung und Auszeichnung von Städten und Gemeinden, die durch den effizienten Umgang mit Energie und die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energieträgern einen Beitrag zur zukunftsverträglichen Entwicklung unserer Gesellschaft geleistet haben und weiterhin leisten wollen. Bei der Auszeichnungsveranstaltung in Aachen wurden 26 Kommunen aus Nordrhein-Westfalen geehrt.
Stadt Brakel erhält bereits die dritte Auszeichnung in Gold
Nach 11 Jahren und drei Auszeichnungen (zwei davon in Gold für 2009 und 2012) war es wieder soweit, sich erneut Auszeichnen zu lassen. Am 18. November 2015 wurde die Stadt Brakel nun in der alten Kaiserstadt Aachen gemeinsam mit weiteren Kommunen aus NRW für Ihre konsequente Bemühung im Rahmen des eea-Förderprogrammes ausgezeichnet. Mit 84 % Prozent und somit rund 3 % mehr als in 2012 erhielt die Stadt die EEA Gold Auszeichnung. Die EnergieAgentur.NRW organisierte das EEA-Verfahren und vergab den Award.
Stadt prüft ständig, ob die gesetzten Ziele erfolgreich umgesetzt wurden
Das Energieteam der Stadt arbeitet an der Umsetzung verschiedenster Maßnahmen. Durch eine ständig aktualisierte Ist-Analyse wird anschließend ein verbindlicher Maßnahmenplan für das kommende Jahr erstellt. Im Anschluss daran folgt eine jährliche Prüfung und Anpassung, das sog. Audit; also eine Überprüfung, ob die im energiepolitischen Arbeitsprogramm festgelegten Ziele und Maßnahmen des vergangenen Jahres erfolgreich umgesetzt wurden. Als besondere Maßnahmen sind die kontinuierlich durchgeführte energetische Sanierung der kommunalen Gebäude, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf moderne energieeffiziente LED-Technik, zahlreiche öffentliche Kampagnen zum Klimaschutz sowie Möglichkeiten der Energieeinsparungen, der Bezug von Ökostrom für alle Liegenschaften, der Anschluss der Schulen (Gymnasium, Realschule, Haupt- und Gesamtschule) an das Nahwärmenetz einer Biogasanlage, der Anschluss der Grundschule an ein Holzhackschnitzelnahwärmenetz und die monatlich stattfindenden Energieberatungen in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW beispielhaft zu nennen. Die Stadt Brakel ist in einem stetigen Prozess bemüht, den Klimaschutz zu fördern.
Die Ergebnisse lassen sich sehen: Der erneuerbare Stromanteil stieg ab 2005 von ca. 10% auf rund 61 % im Jahr 2014. Dies wird aber noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Der Rat der Stadt Brakel hat beschlossen, bis 2025 bilanziell energieautark zu werden.
Auf dem Foto sind zu sehen (v. links): Lothar Schneider (Geschäftsführer der EnergieAgentur NRW), Gisela Walske (Regierungspäsidentin der Bezirksregierung Köln), Bürgermeister Hermann Temme, Peter Frischemeier (allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters), Willi Düsenberg und Hendrik Rottländer (Energieteam der Stadt Brakel) und NRW Umweltminster Johannes Remmel