Dringende Baumfällarbeiten am „Wall“ und in der "Sudheimer Allee" notwendig
Im Bereich des Brakeler „Wall“ werden aktuell dringende Baumfällarbeiten erforderlich. Aufgrund der Vorprüfung durch den städtischen Forstbetriebshof und der gutachterlichen Stellungnahme des Baumbüro Weserbergland wurde festgestellt, dass die dort befindlichen Eschen vom „Eschentriebsterben“ betroffen sind. Durch diese Erkrankung erleiden die Bäume einen massiven Vitalitätsverlust und auch die Standsicherheit wird stark beeinträchtigt. Bei einigen Bäumen ist das Eschentriebsterben bereits derart fortgeschritten, dass von einer Gefährdung auszugehen ist. Aufgrund der Verpflichtung der Stadt Brakel zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit innerhalb der Gemeinde, wird es daher nun unumgänglich, diese bereits stark abgängigen Bäume umgehend zu entfernen.
"Eschentriebsterben" seit 2007 in Deutschland stark verbreitet
Bereits seit 2007 tritt das "Eschentriebsterben" in Deutschland vermehrt auf, hervorgerufen durch eine Pilzerkrankung (Falsches weißes Stängelbecherchen) sind bis heute in Nordrhein-Westfalen bereits 80 Prozent der Eschen betroffen, die zukünftigen Prognosen gehen leider von einem noch stärkeren Befall aus. Gerade junge Bäume können dieser Erkrankung kaum standhalten, was rein äußerlich durch vertrocknete Blätter und eine extreme Totholzbildung auch für den "Laien" schnell erkennbar wird. Der ältere Baumbestand hat bei noch nicht zu stark fortgeschrittenem Befall eher eine Chance durch pflegerische Maßnahmen, wie den Rückschnitt des Totholzes, erhalten zu bleiben.Pflegemaßnahmen zur Erhaltung weiterer Bäume werden durchgeführt
In einem ersten Schritt müssen nun die abgängigen Bäume, die mit einer gelben und gleichzeitig einer roten Markierung versehen wurden, unbedingt gefällt werden. Vor den in Kürze beginnenden Fällarbeiten werden die Eschen allerdings auf Baumhöhlen und Bruthöhlen untersucht. Anschließend erhalten weitere noch nicht so stark befallene Eschen (rot markiert) Pflegemaßnahmen, wie den Rückschnitt des Totholzes, die der Erhaltung der Baumsubstanz und dem Neuaustrieb dienen sollen. Im Sommer erfolgen dann weitere Kontrollen, die zeigen werden, ob der Zustand der Bäume durch diese pflegerischen Maßnahmen verbessert werden konnte oder weitere Baumfällungen notwendig werden.
Neue Baumpflanzungen in diesem Bereich werden bereits geplant
Der Brakeler Stadtwall wurde bereits vor einigen Jahren von einem starken "Ulmensterben" heimgesucht und im Zuge der damaligen Fällarbeiten wurden ersatzweise Ahornbäume in dem Bereich angepflanzt. Parallel zu den nun aktuell erforderlichen Fällungen, befindet sich die Neubepflanzung des Wallbereiches bereits in der Planung.
Medienberichte:
Westfalen-Blatt vom 19.02.2016Neue Westfälische vom 19.02.2016