Inhalt
Datum: 11.08.2016

Besonderer Dank galt der Feuerwehr

Etwa 150 Gäste aus Verwaltung, Politik, Kirche und Wirtschaft waren der Einladung des Bürgermeisters gefolgt. Hermann Temme begrüßte seine Gäste gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern, Ursula grewe und Robert Rissing, alle persönlich.

Wie in jedem Jahr wird eine ganz besondere Gruppe aus der Bürgerschaft der Stadt eingeladen, um gezielt Danke zu sagen. Dieses Mal war es die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Brakel. "Wir wissen, was wir an Ihnen haben, liebe Feuerwehrmänner, die Sie so oft in Ihrer Freizeit losspurten, um Brände zu löschen, Unfallopfer zu bergen oder gefährliche Substanzen zu entsorgen, und dabei nicht selten das eigene Leben oder die eigene Gesundheit riskieren", sagte Temme. Eine solche Haltung zeuge von großem Bürgersinn und viel Verantwortungsgefühl. Dafür gelte den Feuerwehrleuten Dank und größter Respekt.

In seiner nachfolgenden launigen Rede setzte sich der Bürgermeister mit den Volksfesten und der Feierwut der Deutschen auseinander. Volksfeste seien Stätte der Begegnung, der Kommunikation. "Es gibt Leute, die sehen sich das ganze Jahr nicht und verabreden sich dann für die Kirmes - weil sie da seit der Kindheit hingehen", so Temme. Dies treffe haargenau auch auf Annentag zu.

Temme äußerte aber auch ernste und kritische Gedanken: unter anderem zum neuen Landesentwicklungsplan. "Eine der Kernaussagen im neuen Entwurf lautet, dass in Orten mit weniger als 2.000 Einwohnern zugunsten zentralörtlicher bedeutsamer Siedlungsbereiche keine neuen Baugebiete mehr ausgewiesen werden sollen", kritisierte Temme. "Diese offensichtliche Benachteiligung ländlicher Gebiete, also auch des Kreises Höxter bringt uns in Rage". Der damit verbundene Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung könne nicht akzeptiert werden. In kleineren Gemeinden und kleineren Ortsteilen der Regionalplanung müsse genügend Spielraum verbleiben, um unter Berücksichtigung der örtlichen und regionalen Gegebenheiten den Siedlungsraum zu erweitern und eine bedarfsgerechte Infrastruktur vorzuhalten. Es könne nicht sein, dass man sich in kleinen Städten nur auf seine Eigenentwicklung und Tragfähigkeit der Infrastruktur beschränken solle.

Herzlichen Glückwunsch hieß es für Pfarrer Wilhelm Koch, der seit 25 Jahren in der Brakeler Gemeinde tätig ist. "Lieber Willi, Du bringst Menschen zusammen, Du bist nah dran an Deiner Gemeinde", gratulierte ihm Temme. "Wir alle genießen es, wenn wir in zwangloser Runde mit Dir zusammensitzen und über Gott, aber auch die Welt, mit Dir reden können", sagte Bürgermeister Temme und überreichte Pfarrer Koch zum silbernen Jubiläum eine Urkunde der Stadt Brakel.