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Datum: 17.11.2016

NRW macht den Thermostatcheck

Zusammen mit Brakels Klimaschutzmanager Hendrik Rottländer und dem freiberuflichen städtischen Energieberater Werner Tegeler hat Projektreferentin Katharina Koßmann von der Düsseldorfer Landeszentrale die Kampagne "NRW macht den Thermostat-Check" in Brakel vorgestellt. Generell wird zu viel Heizenergie sinnlos verschleudert. Das ist nicht gut für das Klima. Darum setzt sich die Landesverbraucherzentrale des Landes NRW für die Verbreitung programmierbarer Heizungsthermostate ein.

Vorgestellt wurden Thermostate für wasserführende Gas- oder Ölheizungen, wie sie auch in den 4.000 Brakeler Haushalten am häufigsten vorhanden sind. "Die Heizkörperthermostate sind unscheinbar und klein, aber oft unterschätzte Energiesparhelfer", betont Koßmann. Es lasse sich nämlich viel Heizenergie einsparen, wenn man bei Verlassen der Wohnung die Heizung runter regelt. "Das wird leicht vergessen, darum raten wir zum Einsatz von programmierbaren Thermostaten", erklärt Koßmann.

Energie sparen können Verbraucher auch, indem sie nachts und bei Abwesenheit die Temperatur absenken. Jedes Grad weniger verringert den Energieverbrauch um rund sechs Prozent. Kühler als 16 Grad sollte es jedoch nicht werden, sonst droht Schimmel. "Wer beim Aufstehen alle Thermostate hochdreht und vor der Arbeit wieder herunter, beim Heimkommen wieder rauf und nachts weder runter, der macht alles richtig - ist aber auch ganz gut beschäftigt", sagt Energieberater Werner Tegeler.

Für alle, denen das zu sportlich ist, seien deshalb programmierbare Thermostate eine gute Idee. In sie speichern die Nutzer vorab ein, wann es warm sein soll. "Auch das Lüftungsverhaltenist elementar für die Luftqualität in Wohnräumen", sagt Tegeler. Eine weitere Alternative sind vernetzte Thermostate im Smarthome, die auch von unterwegs gesteuert werden können.

Programmierbare Thermostate kosten um die 30 Euro und lassen sich sehr einfach selbst montieren. "Auf der Homepage der Verbraucherzentrale haben wir alles ganz genau erklärt", sagt Koßmann. "Man muss aber schon ein wenig Technikaffinität mitbringen und es braucht einen strukturierten Tagesablauf, um Einspareffekte zu erzielen", gibt Energieberater Tegeler zu bedenken. Brakels Klimaschutzmanager Hendrik Rottländer betonte die Wichtigkeit, dass jeder Einzelne seinen Beitrag zum Klimaschutz leiste und verwies auf die Homepage der Stadt, wo Tipps aus den verschiedensten Bereichen gegeben werden.

Die Verbraucherzentrale berät seit 1978 und hat 30 Stützpunkte in NRW. In Brakel berät ein Energieberater seit fünf Jahren regelmäßig am ersten Mittwoch des Monats in der Verwaltungsnebenstelle (Raum 1).

Es besteht auch die Möglichkeit, dass ein Berater in die eigenen vier Wände kommt und den Strom- und Heizenergieverbrauch unter die Lupe nimmt und nach Ursachen für hohe Kosten forscht.

Kostenpunkt: 10 Euro. Termine gibt es beim Klimaschutzmanager der stadt Brakel Hendrik Rottländer unter 05272 360 247, unter 0211 33996555 oder unter www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung.