Samstag, 29. Oktober 2016 - Jetzt anmelden!
Die Stadt Brakel möchte in diesem Jahr wieder allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bieten, einen Hansetag zu besuchen. Ziel der organisierten Tagesfahrt wird der Westfälische Hansetag in Wesel sein. In den vergangenen Jahren führte die Stadt bereits Bürgerfahrten zum Internationalen Hansetag nach Herford oder auch zum Westfälischen Hansetag nach Soest durch. Insgesamt 108 Brakeler Bürgerinnen und Bürger besuchten im Jahr 2014 die Hansestadt Soest. „Ich freue mich sehr darüber, dass die von der Stadt Brakel angebotenen Bürgerfahrten so gut angenommen werden und der Bevölkerung so die Hanse ein Stück näher gebracht werden kann“, berichtet Brakels Bürgermeister Hermann Temme.
Wesel feiert in diesem Jahr das 775. Stadtjubiläum
Wesel liegt an der Mündung der Lippe und des Wesel-Datteln-Kanals in den Rhein, nur 25 km von der niederländischen Grenze entfernt. Die Stadt nimmt das 775. Stadtjubiläum zum Anlass, den Westfälischen Hansetag in diesem Jahr auszurichten. Die Hansezeit gilt in der Weseler Stadtgeschichte als eine der wirtschaftlich und kulturell erfolgreichsten Epochen.
So bildet das etablierte und überregional bekannte Historische Weseler Hansefest in der Zeit vom 28. bis 30. Oktober 2016 den passenden Rahmen für den Westfälischen Hansetag 2016. Neben einem historischen Bauern- und Mittelaltermarkt wird den Besuchern ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm geboten. Auch die vielen interessanten Baudenkmäler der Stadt, wie das Historische Rathaus (1456), die Zitadelle Wesel, das Clever Tor, Berliner Tor, die 1953 gestaltete „Trauernde Vesalia“ (ein Denkmal auf dem Bombenopferfeld des Ehrenfriedhofes) und einiges mehr laden zu einem Besuch ein. Lassen Sie sich überraschen.
Anmeldungen ab sofort möglich - Sichern Sie sich einen Platz!
Die Fahrt zum Hansetag nach Wesel startet am Samstag, 29.10.2016 um 7.00 Uhr am Bahnhof in Brakel. Die Ankunft in Wesel ist für ca. 10.30 Uhr geplant, dort schließt sich dann eine organisierte Stadtführung durch die malerische Stadt an. Bis zur Rückfahrt gegen 17.00 Uhr steht der Nachmittag zur freien Verfügung. Die Kosten für die Busfahrt inkl. Stadtführung betragen nur 15 Euro pro Person.
Sichern Sie sich schnell einen Platz und melden sich an! Ihre Anmeldung richten Sie bitte direkt an die Stadt Brakel: Ulrike Nolte, Zimmer 24, Rathaus, Am Markt 12 in Brakel, Telefon: 05272/360-224 oder auch gern per Email an u.nolte@brakel.de – Anmeldeschluss ist der 31. August 2016!
Der Westfälische Hansebund
Auch über drei Jahrhunderte nach dem Niedergang der einst so mächtigen Wirtschaftsgemeinschaft sind Städte wie Lübeck, Hamburg und Bremen nach wie vor eng mit dem Begriff "Hanse" verknüpft. Der Titel "Hansestadt" als Namenszusatz ist nur ein Indiz dafür. Diese Städte – allen voran Lübeck – waren im späten Mittelalter große Handelszentren für Waren aus dem gesamten Ostseeraum und darüber hinaus. Sie waren aber lediglich ein Teil eines Bündnisses, das ohne die Beteiligung westfälischer Kaufleute und Städte wohl niemals eine derartige Bedeutung erlangt hätte. Dabei sollte man wissen, dass es vorwiegend Kaufleute aus Westfalen waren, die auf ihren Handelszügen zur Ostsee z. B. die in der Mitte des 12. Jahrhunderts gegründete Stadt Lübeck besiedelten und von dort über Riga und Nowgorod den russischen Handelsraum erschlossen. Ursprünglich gegründet als Interessenvertretung der Kaufleute im Ausland und zum gegenseitigen Schutz, entwickelte sich die Hanse bald zu einem mächtigen Handelsbund, der seinen Mitgliedern das privilegierte Erschließen neuer Märkte ermöglichte. Schon nach relativ kurzer Zeit hatten die Kaufleute der Hanse die Märkte West-, Nord- und Osteuropas durch ein gemeinsames Handelswerk verbunden. Mit steigendem Wohlhaben der Kaufleute entwickelte sich auch der wirtschaftliche und politische Einfluss der Städte. In ihrer Blütezeit waren über 160 Städte in der Hanse zusammengeschlossen. Vor allem die Wirtschaftsräume im Norden und Osten verdankten dieser starken Organisation ihr Aufblühen. Im 14. Jahrhundert verlagerten sich die Haupthandelsrouten von Westen zur Ostsee immer mehr nach Norden, aus der Mitte Westfalens immer mehr zur See, so dass die Westfalen zwangsläufig an den Rand des hansischen Handels gerieten. Die alten Handelsstraßen verloren ihre Bedeutung, die Seewege gewannen dazu. Dennoch blieben einige westfälische Städte der Hanse bis zu ihrem Untergang 1669 verbunden.
Heute, gut 300 Jahre später, haben ehemalige Hansestädte aus Hessen, Niedersachsen und Westfalen den alten Bund neu aufleben lassen. 20 von ihnen unterzeichneten am 25. Juni 1983 in Herford die Gründungsurkunde des WESTFÄLISCHEN HANSEBUNDES und bestimmten die alte Reichs- und Hansestadt Herford zu seinem Sitz. Seit 2014 zählt dieser Bund bereits 48 Mitglieder und weitere werden hinzukommen.Die Mitgliedstädte dieser alten und neuen Hanse wollen ihren Bürgern und allen, die zu ihnen kommen, beweisen, dass der alte hansische Gedanke gerade heute wieder dazu beitragen kann, die Attraktivität einer Stadt zu steigern und eine Anziehungskraft auszuüben, wie man es von einer Hansestadt erwartet.