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Datum: 10.10.2016

Nahverkehr Westfalen-Lippe fördert Ausbau

Für die Schüler der Brede ist das Ein- und Aussteigen an der Haltestelle am Bredenweg eng und gefährlich. Diese Situation soll sich aber im kommenden Jahr ändern, denn die Bushaltestellen sollen umgestaltet und erweitert werden. Auch die Barrierefreiheit wird dabei berücksichtigt. Um das Projekt realisieren zu können, hat die Stadt Brakel beim Zweckverband Nahverkehr-Westfalen-Lippe (NWL) einen entsprechenden Antrag auf Förderung gestellt. Jetzt konnte Bürgermeister Hermann Temme den Förderbescheid für den Ausbau von 187.100 Euro von Ulrich Conradi, NWL-Verbandsvorsteher, in Empfang nehmen.  Das sind 90 Prozent der als zuwendungsfähig anerkannten Kosten von knapp 208 000 Euro. Den Eigenanteil übernehmen je zur Hälfte die Stadt und der Schulträger der Brede.

Geplant ist der barrierefreie Ausbau der beidseitigen Bushaltestellen mit Vergrößerung der Fahrgastunterstände von siebeneinhalb auf 30 Quadratmeter. Die Gehwegflächen werden auf bis zu fünf Metern ausgeweitet. Ein niveaugleicher Ein- und Ausstieg wird gewährleistet. Die Radfahrer, die den kombinierten Fuß-/Radweg benutzen, "können in Absprache mit dem Straßenverkehrsamt bis zur Nieheimer Straße auf der Fahrbahn mitgeführt werden", kündigt Johannes Groppe, Fachbereichsleiter Planen und Bauen bei der Stadt Brakel, an.

Mit dem NWL-Zuschuss kann somit nicht nur die Ein- und Aussteigersituation, sondern auch die die Sicherheit und Aufenthaltsqualität an den beiden stark frequentierten Haltestellen, verbessert werden. Für die 800 Schüler der Breden-Schulen ist dies von hoher Bedeutung.

Viele Städte, so auch Brakel haben die Fördermöglichkeiten von 90 Prozent genutzt, um so Haltestellen zu modernisieren und barrierefrei zu gestalten. "Wir sind davon überzeugt, vor Ort etwas bewegen zu können", sagte Conradi, der den Aufgabenbereich des NWL näher darstellte. "Wir haben in Gesprächen mit den Busunternehmen, dem Straßenverkehrsamt und der Breden-Schule eine gute Lösung erarbeitet, die sowohl Verkehrssituation als auch die Schülerströme berücksichtigt", führte Bauamtsleiter Johannes Groppe weiter an. Baubeginn soll im Juli 2017 sein.

"Ein barrierefreier Ausbau ist ein Muss", betonte Matthias Goeken, Vorsitzender der nph-Verbandsversammlung, und stellte heraus, dass man in Brakel schon recht früh auf die Appelle der Politik reagiert und Bushaltestellen barrierefrei modernisiert hat. "Die Veränderung der Haltestellen wird für die Schule eine positive Auswirkung haben", versicherte die stellvertretende Schulleiterin Bärbel Lüttig. Sie hob, wie auch Bauamtsleiter Johannes Groppe und Willi Düsenberg von der Brakeler Bauverwaltung, die konstruktive Zusammenarbeit aller hervor.