Heimatpreis: Platz 1 für das Zeitzeugenprojekt aus Bellersen
Bereits zum siebten Mal wurde der Heimatpreis der Stadt Brakel vergeben. Bürgermeister Alexander Kleinschmidt gratulierte den Preisträger/innen in der letzten Sitzung des Rates für ihr besonderes bürgerschaftliches Engagement. Den ersten Platz erhielt der Heimat- und Verkehrsverein Bellersen für sein Zeitzeugenprojekt: „1945-2025 – 80 Jahre Kriegsende – Bellersen erinnert sich“, der zweite Platz ging an den Hembser Kulturverein für das Hembser Geschichten-Karussell und über den dritten Platz freute sich die Frohnhauser Rentner-AG für die Instandsetzung der Kirchenmauer. Mit einem Sonderpreis wurde in diesem Jahr der Kulturring Brakel ausgezeichnet.
Heimat ist ein Gefühl der Zugehörigkeit, Geborgenheit und Verbundenheit
„Heimat, hat viele Gesichter – Heimat ist ein Gefühl der Zugehörigkeit, Geborgenheit und Verbundenheit“, so Bürgermeister Alexander Kleinschmidt in seiner Ansprache. Die vielfältigen und kreativen Bewerbungen um den Heimatpreis hätten durch gelebte Gemeinschaft, gegenseitige Hilfe und besonderes Engagement gezeigt, was Heimatverbundenheit bedeute.
Erster Platz für das Zeitzeugenprojekt des Heimat- und Verkehrsvereins Bellersen
Der erste Platz ging in diesem Jahr an den Heimat- und Verkehrsverein Bellersen für das Zeitzeugenprojekt: „1945-2025 – 80 Jahre Kriegsende – Bellersen erinnert sich“. Persönliche Erfahrungen, Eindrücke und Lebensgeschichten von Zeitzeugen aus den letzten Kriegsjahren und der unmittelbaren Nachkriegszeit wurden aufgearbeitet und dazu Interviews und Gespräche geführt. Den Fokus legte der Verein dabei auf die individuellen Perspektiven und ganz persönlichen Geschichten, Darstellungen und Empfindungen, die in Büchern nicht zu finden sind. „Das Projekt steht stellvertretend für viele Dörfer der ländlichen Region und richtet den Blick in die Vergangenheit, aber auch in die Zukunft, um den nachfolgenden Generationen wichtige Werte zu vermitteln“, erklärte Brakels Bürgermeister Alexander Kleinschmidt. Daher habe die Jury hier den ersten Platz vergeben, ausgezeichnet mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro.
Zweiter Platz an das Gemeinschaftsprojekt des Hembser Kulturvereins
Den zweiten Platz des Heimatpreises belegte in diesem Jahr der Hembser Kulturverein, der in Kooperation mit dem Theaterlabor Bielefeld e.V. das Projekt „Hembser Geschichten-Karussell/Dorfgeschichten“ durchgeführt hatte. Mit diesem Projekt haben die beiden Vereine die Dorfgeschichten live – in Bild und Ton – lebendig werden lassen und die Dorfgemeinschaft aktiv mit einbezogen. Eingeflossen ist dabei Geschichtliches, Kurioses, aber auch Wissenswertes. Eine große Abschlussveranstaltung mit Dorfrundgang krönte dieses Gemeinschaftsprojekt. Ausgezeichnet wurde der zweite Platz mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro.
Dritter Platz geht erneut an die Frohnhauser Rentner-AG
Über den dritten Platz und ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro freute sich erneut die Frohnhauser Rentner-AG, die weit mehr als nur ein Zusammenschluss engagierter Seniorinnen und Senioren ist. Die AG packt überall dort an, wo Hilfe benötigt wird. So kümmerten sie sich auch um die Instandsetzung der städtischen Mauer vor der St. Bartholomäus-Kirche in Frohnhausen. In rund 160 Arbeitsstunden wurde Erde ausgehoben, Schalung angebracht, betoniert und die Mauer verfugt. Für dieses Engagement überreichte Bürgermeister Kleinschmidt den dritten Platz, und dankte den Beteiligten für ihr Engagement.
Sonderpreis für den Kulturring Brakel
In diesem Jahr wurde zudem ein Sonderpreis an den Kulturring Brakel verliehen. „Der Verein bereichert ganzjährig das kulturelle Leben in Brakel. Zahlreiche Veranstaltungen, vom Kabarett bis hin zur Jazz Experience sowie das Neujahrs- und Landluftkonzert werden mit viel Herzblut organisiert“, so Kleinschmidt. Dabei sei dem Kulturring auch immer die Jugendförderung wichtig und so habe die Stadt entschieden, für dieses besondere Engagement einen Sonderpreis über 500 Euro zu verleihen.
Auch allen anderen, die sich um den Heimatpreis beworben haben, dankte der Bürgermeister für ihren Ideenreichtum. Der Heimatpreis solle auch zukünftig ein Zeichen der Wertschätzung für all diejenigen sein, die sich für ihre Heimat einsetzen.