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Das Brakeler Stadtmodell auf dem Marktplatz
20.01.2020
Zahlen des Energieberichtes sprechen für sich

Mehr als dreiviertel des Stromverbrauchs durch regenerative Energie erzeugt

Wie bereitet sich die Region für die Smart City der Zukunft vor? Wie hoch ist der Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in Brakel? Und wie viel klimaschadendes CO2 wird durch den regenerativ erzeugten Strom vermieden? Der regionale Netzbetreiber Westfalen Weser Netz hat im Energiebericht 2019 umfangreiches Datenmaterial aufbereitet, um diese und viele andere Fragen rund um die digitalisierte Zukunft zu beantworten. Leonie Riekschnietz, Kommunalreferentin bei Westfalen Weser Netz, übergab den Energiebericht für die Stadt Brakel aktuell an Bürgermeister Hermann Temme.

Brakel ist auf dem richtigen Weg - 31.000 Tonnen CO2-Emissionen konnten vermieden werden

Im Energiebericht hat Westfalen Weser Netz wieder zahlreiche Daten und Fakten zur erneuerbaren Stromproduktion in Deutschland, im Netzgebiet von Westfalen Weser Netz, im Kreis Höxter und in den Kommunen des Kreises zusammengestellt. In Brakel (WWN-Netzgebiet: Beller, Bellersen, Bökendorf, Brakel, Erkeln, Hembsen, Istrup, Rheder, Riesel, und Schmechten) wurden in 2018 über 62.000 Megawattstunden (MWh) Strom genutzt. Im EAM versorgten Gebiet (Siddessen, Gehrden, Frohnhausen, Auenhausen und Hampenhausen) lag der genutzte Strom bei 6.000 Megawattstunden. Andreas Schneider EAM Regionalvorsitzender erklärte, dass die Stadt Brakel die Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2030 bereits jetzt erreichen konnte. Insgesamt wurden rund 52.300 MWh im gesamten Stadtgebiet aus regenerativen Energiequellen erzeugt, das sind mehr als dreiviertel (rund 77 %) des verbrauchten Stroms. Den überwiegenden Anteil macht dabei die Biomasse mit 41 % aus, gefolgt von Photovoltaik mit rund 26 %. Wasserkraft und Windenergie spielen in diesem Zusammenhang nur eine untergeordnete Rolle. Durch die Einspeisung regenerativer Energien im Jahr 2018 wurden in der Nethe-Stadt fast 31.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden, was einer Vermeidung pro Einwohner von mehr als anderthalb Tonnen CO2 entspricht. Ein Ergebnis, das nicht zuletzt Bürgermeister Hermann Temme freut. „Auch die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt tragen so ihren Teil zur Schonung der Umwelt und zur Einsparung von fossilen Brennstoffen bei. Die Summe der daraus resultierenden CO2-Vermeidungen ist für eine Stadt wie Brakel beeindruckend. In unserer landwirtschaftlich und touristisch geprägten Region ist das eine Entwicklung, die ich sehr begrüße. Deshalb wollen wir diesen Weg selbstverständlich weiter gehen“, so Bürgermeister Temme abschließend. Die Übergabe des Energieberichtes erfolgte aktuell an der Biogasanlage Meyer im Brakeler Märsch. Geschäftsführer Michael Meyer berichtete, diese Anlage sei bereits im Jahr 2010 ans Netz gegangen. Zwischenzeitlich konnten das Sommerbad, Hallenbad, Schulzentrum und die Wohneinheiten im Bereich der ehemaligen Molkerei an die Anlage angeschlossen werden, rund 4,8 Millionen Kilowattstunden Strom und auch Wärme können so jährlich produziert werden.

Westfalen Weser Netz – Künftige Infrastruktur zukunftsfähig gestalten

In dem rund 20 Seiten langen Energiebericht wird auch ausführlich über Möglichkeiten und Herausforderungen der digitalen Zukunft berichtet. Nach Einschätzung von Westfalen Weser Netz wird die Smart City im Vergleich zu herkömmlichen Städten nicht nur fortschrittlicher, sondern auch effizienter und nachhaltiger sein. Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien kommen so zum Einsatz, dass Ressourcen geschont werden, sich die Lebensqualität aller Bewohner/innen erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt und der ansässigen Wirtschaft steigt. „Wir sehen uns dabei als Partner der Kommunen und bieten uns als lokaler Infrastrukturmanager an. Denn wir verfügen über die notwendige Erfahrung in der Erfassung und Zustandsbewertung von Infrastruktur sowie über umfangreiche Kompetenzen in der Assetplanung“, betonte Leonie Riekschnietz, Kommunalreferentin bei Westfalen Weser Netz, bei der Übergabe des Energieberichts.

Der Energiebericht für Brakel kann per E-Mail unter: energiebericht@ww-energie.com kostenlos angefordert werden.

Westfalen Weser Netz GmbH

Seit Juli 2013 hat die Region einen rein kommunalen Energiedienstleister: die Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG. 56 Kommunen sind an dem Unternehmen beteiligt. 24 weitere Kommunen sind Konzessionsgeber des regionalen Dienstleisters.

Das operative Geschäft liegt in den beiden Tochterunternehmen, der Westfalen Weser Netz GmbH und der Energieservice Westfalen Weser GmbH. Westfalen Weser Netz ist in der Unternehmensgruppe verantwortlich für die gesamten Netze und Anlagen, die Versorgungssicherheit sowie zum Beispiel für die Einbindung der regenerativen Energien.

Am Rande informiert
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Übergabe des Energieberichtes, von links: Klimamanager Hendrik Rottländer, Leonie Riekschnitz (Westfalen Weser Netz), Bürgermeister Hermann Temme, Andreas Schneider (EAM), Michael Meyer (Betreiber der Biogasanlage) und Peter Frischemeier
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Energiebericht des Jahres 2019
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Biogasanlage Meyer im Brakeler Märsch
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Biogasanlage Meyer im Brakeler Märsch

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