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Bürgerbüro 2017

Einführung einer zentralen Enthärtung des Trinkwassers

Mit den hier zusammen gestellten Informationen gibt das Wasserwerk der Stadt Brakel einen Überblick über die Thematik der Trinkwasserenthärtung.

Warum soll das Brakeler Trinkwasser enthärtet werden?

Das Thema der Enthärtung resultiert aus dem Wunsch der Kunden nach einem Trinkwasser mit einer geringeren Härte. Die Kundschaft erhofft sich dadurch meist eine längere Nutzungsdauer von beispielsweise Kaffeemaschinen und Warmwasserboilern. Weiterhin wird ein geringerer Reinigungsaufwand im Sanitärbereich gewünscht. Die Qualität des Brakeler Trinkwassers in Bezug auf den menschlichen Genuss wird durch eine Enthärtung nicht beeinflusst. Es ist auch mit einer Härte von je nach Versorgungsgebiet 19 bis 30 °dH (Grad deutscher Härte) von guter Qualität und sowohl für den täglichen Verzehr als auch für die Zubereitung von Babynahrung geeignet.

Weitere Informationen zur Trinkwasserenthärtung

Zusätzliche Informationen zum Thema "Wasserenthärtung" finden Sie in der rechten Randspalte unter dem Oberbegriff "Dokumente".  Hier werden Ihnen häufig gestellte Fragen zu diesem Thema beantwortet und Sie erhalten Wissenswertes durch einen informativen Vortrag.

Online-Umfrage

Im Rahmen einer Online-Umfrage hatten die Brakeler Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit abzustimmen, ob eine zentrale Trinkwasserenthärtung möglicherweise eingeführt werden sollte oder nicht. Mit dieser Umfrage möchten die Mitglieder des Rates der Stadt Brakel eine Entscheidungsgrundlage für die Herbeiführung eines Beschlusses für oder gegen die Einführung einer zentralen Enthärtung des Trinkwassers der Stadt Brakel erhalten.

Durch den Bau einer zentralen Enthärtungsanlage soll die Trinkwasserhärte auf ca. 8-10 °dH (Grad deutscher Härte) begrenzt werden. Durch die Einführung der zentralen Trinkwasserenthärtung ist nach jetzigem Kenntnisstand eine Gebührenerhöhung um ca. 0,68 € pro Kubikmeter (1000 Liter) Trinkwasser erforderlich.

Darstellung der etwaigen finanziellen Auswirkung auf die verschiedenen Haushalte:

Personen im Haushalt geschätzter Wasserverbrauch pro Jahr in Kubikmeter (1000 Liter) geschätzte Mehrkosten pro Jahr in Euro
1 40 27,20 €
2 80 54,40 €
3 120 81,60 €
4 160 108,80 €
5 200 136,00 €
6 240 163,20 €
7 280 190,40 €
8 320 217,60 €
9 360 244,80 €
10 400 272,00 €

Ergebnisse der Umfrage wurden ausgewertet

Das kommunale Versorgungsunternehmen der Stadt Brakel hat seine Kundinnen und Kunden befragt, ob diese für eine mögliche Einführung einer zentralen Enthärtung des Trinkwassers stimmen oder nicht. Insgesamt haben sich an dieser Umfrage 1.623 Haushalte beteiligt. Rechnerisch ergab sich eine Wahlbeteiligung von 35,54 %.


Das Ergebnis der Umfrage:

Ja-Stimmen: 64%
Nein-Stimmen: 36%

Betriebsausschuss beschließt die Durchführung eines Pilotversuchs

Die Machbarkeitsstudie (Fertigstellung April 2017) des Ingenieurbüros GUV GmbH aus Kassel (GUV: Gesellschaft für Geohydraulik, Umweltberatung, Verfahrens- und Ingenieurtechnik mbH) zeigte im Ergebnis die grundsätzliche Möglichkeit der Enthärtung für das Wasser in Brakel. Dabei wurde die Eignung der vorhandenen Versorgungsstrukturen ebenso beleuchtet wie die Qualität und die Quantität der nutzbaren Grundwasserressourcen. Nach dem Vergleich und der Bewertung verschiedener Verfahrenstechniken empfiehlt das Ing.-Büro GUV die Verwendung einer sogenannten Umkehrosmose-Filtertechnik.
Die im Zuge der Machbarkeitsstudie erstellte Kostenschätzung ergab unter Berücksichtigung der Investitionskosten für die Filteranlage sowie für die umfangreichen Änderungen an der vorhandenen Trinkwassernetzstruktur und der zu erwartenden Unterhaltungskosten eine erforderliche Gebührenerhöhung von ca. 68ct/m³ Trinkwasser. (Die Auswirkung auf einen 3 Personenhaushalt gem. Bund der Steuerzahler beträgt somit etwa 83 € pro Jahr).
Eine Erhebung der vorhandenen privaten Enthärtungsanlagen ergab einen Anteil von 8,8% (ca. 450 Anlagen) der Haushalte.
Nachdem die Umfrage des Wasserwerkes im November 2017 bei einer Wahlbeteiligung von 35 % eine 64%ige Mehrheit für die zentrale Enthärtung ergab, erfolgte auf Beschluss des Betriebsausschusses eine Preisanfrage zur Durchführung eines Pilotversuches.
In der Sitzung des Betriebsausschusses am 15.03.2018 erfolgte der Beschluss, den Auftrag dem IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH aus Mühlheim an der Ruhr zu erteilen.
Das IWW verfügt über umfangreiche Referenzen im Bereich der Trinkwasserenthärtung und wird im Zeitraum von Mai bis etwa Oktober 2018 am Wasserwerksstandort Sudheim eine Pilotanlage im Labormaßstab betreiben. Das dabei anfallende, enthärtete Trinkwasser in einer Menge von etwa 1.000 Liter pro Stunde wird nicht in das Trinkwassernetz eingespeist, sondern vor Ort der Nethe zugeführt.
Mit dem Betrieb der Pilotanlage soll die bisher nur abgeschätzte Abwasserzusammensetzung nochmals verifiziert werden. Die durch den Probebetrieb gewonnenen praxisnahen Parameter dienen somit der genauen Anlagenauslegung sowie der präziseren Berechnung der real zu erwartenden Betriebskosten.
In einem möglichen späteren Dauerbetrieb der Trinkwasserenthärtungsanlage würde das Abwasser der Anlage gemeinsam mit dem Abwasser der Kläranlage Brakel in die Brucht eingeleitet. Hierbei sind die tiefgreifenden Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie an die Gewässergüte zu beachten. Die Bezirksregierung Detmold hat hierzu eine erste positive Einschätzung abgegeben, die Möglichkeit der gemeinsamen Einleitung wird als realistisch eingeschätzt.
Sofern die Ergebnisse des Pilotversuches keine Hinderungsgründe aufzeigen, könnte noch in 2018 im Betriebsausschuss der nächste Beschluss für die weiteren Projektschritte gefasst werden.
Für Planung, Genehmigung und Bau einer „Zentralen Enthärtungsanlage“ und der erforderlichen Leitungsverlegung ist mit einem Zeitaufwand von drei bis vier Jahren zu rechnen.

 

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