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Tag des offenen Denkmals am 13. September 2020 - Hinneburg Brakel

Denkmale digital entdecken

Am 13. September findet wieder in ganz Deutschland der "Tag des offenen Denkmals" statt, dieser wird aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr erstmalig in digitaler Form durchgeführt. Über 7.500 historische Stätten bieten den Besuchern jedes Jahr kostenfrei die Möglichkeit, Einblicke in sonst nicht zugängliche Denkmale zu erhalten. Hinter der bundesweiten Koordination steht seit 1993 die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Als größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland setzt sie sich kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Die Stadt Brakel öffnet zum Tag des offenen Denkmals digital die Türen der Hinnenburg.

DIE HINNENBURG von Bernd Zymner

Weithin sichtbar über dem Tal der Brucht befindet sich die Hinnenburg auf dem 282 Meter hohen schmalen Bergsporn. Ihre Ursprünge gehen zurück auf die Herren von Brakel, die die Gründung der Stadt Brakel maßgeblich vorangetrieben hatten. 1237 wird Bertold von Brakel als zur Hinnenburg wohnend erwähnt. Die Hinnenburg war eine von drei Burgen der Herren von Brakel, der Name der Burg kann als „hintere Burg“ gedeutet werden. 1258 floh Burchard von der Asseburg (einem Adelsgeschlecht mit Wurzeln in Wolfenbüttel) nach der Zerstörung der Asseburg anlässlich einer mehrjährigen Fehde auf die Hinnenburg zu seinem Großvater und wird dessen Erbe. Die Herren von Brakel, ohne männliche Nachfolger, gingen im Geschlecht der Asseburger auf. 1385 brannte die Hinnenburg aus und wurde anschließend wiederaufgebaut, gleiches erfolgte nach 1507, wo die Hinnenburg nach einer Fehde mit dem Bischof von Paderborn zerstört und ausgeraubt wurde. 

1483 stifteten die Brüder Bernd II und Dietrich von der Asseburg das Augustinerinnenkloster „Auf der Brede“, das bis heute (in anderer Ordensträgerschaft) besteht.

Um 1600 erfolgte unter Ludwig III. von der Asseburg ein Aus- und Umbau im Stile der Renaissance. Es entstand ein dreiflügeliges Schloss, bestehend aus einem Hauptflügel mit einem Rundturm an der äußersten Ecke, einem anschließenden schmalen Torbau und einem kleineren nördlichen Parallelflügel. 1658 wurde die Kapelle im Bereich der Vorburg als Oktogon errichtet. Unmittelbar angrenzend befindet sich die Familiengruft der Asseburger. 1736-1745 wird die Burg grundlegend umgestaltet. Bauherr ist Hermann Werner von der Asseburg (1702-1778). Er machte Karriere als Gesandter und Diplomat unter anderem des Kurfürsten und Erzbischofs von Köln. Er ließ neben Modernisierungsarbeiten im ursprünglichen Südflügel diesen nach Osten um die doppelte Länge erweitern und einen repräsentativen Audienzsaal einbauen. Hermann Werner starb am 21.07.1778 auf der Hinnenburg, beigesetzt wurde er in der katholischen Pfarrkirche Sankt Michael, wo sich noch heute ein großes Epitaph und die große Grabplatte befinden. Landschaftsprägend war die Anlage eines großen Barockgartens nach französischem Vorbild mit Terrassen, kunstvollen Rabatten, Wasserspielen, kleinen Teehäuschen. Ein sich noch heute auf der Hinnenburg befindliches Gemälde dokumentiert diese prachtvolle Anlage. Zur Betreibung der Wasserkünste des Gartens wurde eigens die Kunstmühle im Bruchttal errichtet, die als Pumpwerk für die Anlage diente. Zeitweise sollen bis zu 14 Gärtner zur Unterhaltung und Pflege der Anlage beschäftigt worden sein. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Anlage nicht mehr unterhalten und verfiel rasch. Noch heute kann man im Landschaftsbild die freien Wiesenhänge an der Stelle des Barockgartens erkennen. 1934 wurde der Anbau des Südflügels bei einem Brand zerstört. Das Barocktreppenhaus, wertvolles Mobiliar und Gemälde fielen diesem Brand zum Opfer. Seit 1980 erfolgen Wiederherstellungs- und Restaurierungsarbeiten an der Hinnenburg. Die Hinnenburg ist noch heute im Besitz der Familie von der Asseburg Falkenstein Rothkirch. In ihr befinden sich neben einem reichhaltigen Archiv der Familie (das der wissenschaftlichen Forschung zugänglich ist) vor allem auch Privatwohnungen. Die Hinnenburg kann daher nicht besichtigt werden.

Bernd Zymner

Unbedingt sehenswert - Filmbeiträge zur Hinnenburg

Die Geschichte der Hinnenburg sehen Sie hier - klicken Sie auf das Bild.

Externer Link: Filmbeitrag Geschichte der Hinnenburg

Die beiendruckenden Aufnahmen der Hinnenburg sehen Sie hier - klicken Sie auf das Bild.

Externer Link: Fimbeitrag zum tag des offenen Denkmals

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Alle Informationen rund um den digitalen "Tag des offenen Denkmals" finden Sie über https://www.tag-des-offenen-denkmals.de

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Kalender "Denkmal des Monats" 2021 ab dem 14. September 2020 erhältlich

Die Regionalgruppe OWL der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne in Nordrhein-Westfalen hat auch für das Jahr 2021 wieder einen sehr schönen Bildkalender erstellen lassen, der im Großformat interessante unter Denkmalschutz stehende Objekte der zwölf Mitgliedsstädte zeigt. Hinter jedem Monatsblatt ist eine heraustrennbare Infoseite eingebunden. Hier gibt es jede Menge Informationen zu dem abgebildeten Objekt und der Stadt, in der es sich befindet.

Brakel ist in diesem Jahr mit der Hinnenburg im Kalender "Denkmal des Montas 2021" vertreten.

Der hochwertige Kalender eignet sich als besonderes Geschenk für Freunde und Interessenten historischer Objekte und Städte und kostet lediglich eine Schutzgebühr von 8 EURO, da die Herstellung durch das Land Nordrhein- Westfalen subventioniert wird. Erhältlich ist der Kalender ab Montag, 14. September 2020 in der Brakeler Buchhandlung „Schröder“.

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Kalender "Denkmal des Monats" 2021
Am Rande informiert
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"Tag des offenen Denkmals" am 13. September 2020 - erstmals digital
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Tag des offenen Denkmals am 13. September 2020 - Hinnenburg Brakel
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Tag des offenen Denkmals am 13. September 2020 - Hinnenburg Brakel
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Tag des offenen Denkmals am 13. September 2020 - Hinnenburg Brakel
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