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04. Februar 2012

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Eine geschichtsträchtige Stadt wie Brakel hat auch in Sachen Kultur eine Menge zu bieten. Mittelpunkte des kulturellen Lebens sind die Stadthalle, die "Alte Waage", verträumte Schlösser oder Gutshöfe und oft auch die stattlichen Pfarrkirchen, wo Theater, Konzerte und Ausstellungen stattfinden. Blättern Sie mal in unserem Freizeitangebot, Sie werden staunen, was es alles gibt. Hier in Brakel kommt keine Langeweile auf!

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Tourist-Information Brakel

Haus des Gastes
Am Markt 5
33034 Brakel

Tel.: (05272) 360-269
Fax: (05272) 360-380

E-Mail: tourist-info@brakel.de

Veranstaltungen

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Essen & Trinken

Rustikal genießen oder "vom Feinsten" Schlemmen - Restaurants, Bistros, Gaststätten und Cafés in Brakel und den Ortschaften finden Sie hier. weiter

Kunstwerk Brakel

Kunstwerk Brakel ist Poesie, Malerei, Grafik, Design, Internet www.kunstwerk-brakel.de

Annentag

Annentag ist der Publikumsmagnet weit über die Grenzen der Region hinaus. www.annentag.de

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Hier finden Sie interessante Ausflugsziele für die ganze Familie. Zu den Freizeitzielen

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Mäken von Brakel

"O hilge sünte Anne help mie doch bald tom Manne."

Die Mäken von Brakel im Jahr 2007

Es hält sich in Brakel die Sage, dass die Hl. Anna unverheirateten Mädchen zu einem Manne verhelfen könne... Kinder - und Hausmärchen der Brüder Grimm. Die kleine Geschichte "Dat Mäken von Brakel" (hochdeutsch: "Das Mädchen von Brakel") ist ein kurzes Märchen in Brakeler Platt, das die Brüder Grimm in ihre zweibändige Sammlung "Kinder- und Hausmärchen" aufgenommen hatten. Die beiden Bücher erschienen in der Biedermeierzeit, der sog. "Romantik", in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts und enthalten Märchen und Sagen, die die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm sich nicht selbst ausgedacht, sondern aus den Erzählungen anderer Leute aufgeschrieben und so der Nachwelt erhalten haben.

Es kommt selten vor, dass man ein Märchen exakt mit einem Ort in Verbindung bringen kann, aber hier ist es der Fall. Wer kann schon beweisen, dass Dornröschen wirklich auf der Sababurg im Reinhardswald 100 Jahre lang geschlafen hat? Die "St. Annenkapelle" befindet sich nördlich der Kernstadt Brakel, zum kirchlichen Fest "Annentag " (1. Sonntag im August - zugleich größte Innenstadtkirmes im Weserbergland) wird auch die wertvolle Figurengruppe "Mutter Anna mit Kind" wieder auf dem Altar der Kapelle präsentiert. Das dargestellte Kind ist die Hl. Maria, Mutter unseres Herrn Jesu. Es hält sich in Brakel die Sage, dass die Hl. Anna unverheirateten Mädchen zu einem Manne verhelfen könne...

Am Brunnen auf dem Marktplatz ist das Märchen in einer der beiden Figurengruppen dargestellt.

So wie der Rattenfänger für Hameln Werbung macht und das "Christkindl" jedes Jahr den Nürnberger Weihnachtsmarkt eröffnet, so wirbt unser "Mäken von Brakel" für Brakel, die kleine Hansestadt im Kreis Höxter, und macht die Menschen auf unsere Stadt aufmerksam. Als "Anneken" sind die Brakeler Mädchen Judith Jünemann und Stefanie Peters unterwegs.

Leider wurde das Märchen vom kleinen Mädchen aus Brakel, das wir "Anneken" getauft haben, nicht in die allseits bekannten, gekürzten Buchausgaben der Grimm'schen Märchen übernommen. Für all diejenigen, die die Geschichte nicht kennen, sei sie hier in platt und in hochdeutsch wiedergegeben:

Mäken von Brakel

Et gien mal'n Mäken von Brakel na de sünt Annen Kapellen uner de Hinnenborg, un weil et gierne'n Mann heven wulle un ock meinde, et wäre süs neimes in de Kapellen, sau sank et:

"O hilge sünte Anne"
help mie doch bald tom Manne.
Du kennst'n ja wull:
He wuhnt var'm Suttmerdore,
hed gele Hore:
du kennst'n ja wull."

De Köster stand awerst hünner de Altare und höre dat, da rep he mit ner gans schrögerigen Stimme:

"Du kriggst'n nig, du kriggst'n nig!"

Dat Mäken awerst meinde, dat Marienkinneken, dat bie de Mudder Anne steiht, hedde üm dat to ropen, da wor et beuse und reip:

"Pepperlepep, dumme Blae, halt de Schnuten und lat de Möhme kühren."

Mädchen von Brakel

Es ging mal ein Mädchen von Brakel zur St. Annenkapelle unter der Hinnenburg; weil es gerne einen Mann haben wollte und auch meinte, es sei niemand in der Kapelle, so sang es:

"O heilige Sankt Anne,
so helf' mir doch bald zum Manne.
Du kennst ihn ja wohl:
Er wohnt vor dem Sudheimer Tore,
hat blonde Haare (Hoore),
du kennst ihn ja wohl."

Der Küster stand aber hinter dem Altar und hörte das, da rief er mit kieksiger Stimme (=Kinderstimme):

"Du kriegst ihn nicht, du kriegst ihn nicht!".

Das Mädchen aber meinte, dass Marienkind, das bei der Mutter Anna steht, hätte ihm das zugerufen, da wurde es böse und rief:

"Papperlapap, dummes Blag, halt das Maul und laß die Mutter reden!"

"Das Mäken von Brakel" als Comic-Strip von Lars Walker.

Comic - Mäken von Brakel

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