Die Geschichte des Stadtarchivs

Bildbeschreibung:
Die Postkarte um 1900 zeigt auf der rechten Seite das Kaiserliche Postamt Brakel, 1893 gebaut, nachfolgend die Meierei, Gebäude von 1763 auf älteren Fundamenten errichtet.
Die geschichtlichen Eckpunkte
Mitte des 15. Jahrhunderts:
Erstes Verzeichnis von Briefen und Urkunden (Privilegien, Rechte der Stadt) im Ratsbuch.
1771:
Ein erster Bestandskatalog wird durch den Paderborner Benefiziaten Bredemeyer angelegt. Die Arbeit wurde vermutlich aus Kostengründen abgebrochen. 71 Urkunden waren verzeichnet. 1773 - 1774 musste Bredemeyer seinen Schreiberlohn einklagen (StdtA Brakel, A23).
1826:
55 Jahre geschieht nichts. Erst Bürgermeister Kirchoff kümmert sich um das Archiv, dessen wertvoller Bestand in der Pfarrkirche lagert. Wieder waren es die Kosten, die eine zügige Ordnung des Archivs verzögerten.
1829:
Der Bestand wird durch einen staatlich bezahlten Archivar, Herrn Paul Wigand, aufgenommen und geordnet.
1864:
Durch E. Giefers wird auch das restliche Schriftgut (Aktenbestand), weil auch hier wertvolle Quellen aufbewahrt sind, nach erneuten Streitigkeiten mit der Stadt wegen Schreibgebühren für zwei Schreiber, geordnet. Giefers selber verrichtet seine Arbeit ehrenamtlich. Er fügt dem Archiv aber durch die Entfremdung (Mitnahme von wertvollen Urkunden und Archivalien) erheblichen Schaden zu. Eine der wichtigsten Urkunden (Urkunde Nr. 1) fehlt seit dieser Zeit. Das Archiv besteht nach der Ordnung durch Giefers aus den zwei wertvollsten Teilen:
Dem Urkundenbestand:
478 Urkunden bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts
und dem Aktenbestand A:
16. Jahrhundert bis 1815.
Dann fällt das Archiv erneut in einen tiefen Schlummer.
1955:
Archivrat Dr. W. Leesch legt, nach vorbereitenden Arbeiten durch Dr. F. Mürmann (im Sommer 1949) eine abschließende Ordnung und Verzeichnung des Altbestands des Stadtarchivs Brakel vor.
1980:
Das Archiv bekommt eigene Räume in der gerade renovierten „Alte Waage".
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