Ortschaften
Brakel wäre nicht Brakel ohne seine Ortschaften. Erleben Sie Brakel auch in Form der 14 Orte, die wir Ihnen hier vorstellen möchten.
Auenhausen
Auenhausen ist ein Ortsteil der Stadt Brakel und liegt zusammen mit Hampenhausen und Frohnhausen auf einem breiten Höhenzug, zwischen dem Eggegebirge und der Weser, in einer Quellmulde etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel. Auenhausen wurde 1147 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und hat 130 Einwohner. Das Dorf ist noch landwirtschaftlich geprägt mit einer Feldflur von 350 ha. Von den Höhenzügen rund um das Dorf hat man einen herrlich Rundblick. Nach Norden sieht man bis in den Kreis Lippe zum Köterberg, nach Westen kann man den Teutoburgerwald und das Eggegebirge sehen, nach Süden schließt sich die Waburger Börde mit den Desenberg an und dahinter aufsteigende hessische Bergland. Richtet man den Blick nach Osten, kann man das Wesertal mit dem Solling sehen. (Einwohnerzahl*: 121)
Auenhausen im Internet (www.auenhausen.de) ![]()
Frohnhausen
Frohnhausen wird zum ersten mal urkundlich als "Vrodenhusen "im Jahre 1142 erwähnt im Zusammenhang mit der Gründung des Klosters Gehrden. Eine Siedlung "Vrodenhusen" gab es aber schon vorher, so fanden sich in der Feldflur bei Ausgrabungen Gräber aus dem 8. Jahrhundert. Der Name "Vrodenhusen" stammt vermutlich aus dem altsächsischen und bedeutet "Frühhausen", so lässt sich vermuten, dass die Entstehung der Siedlung auch in den Jahrhunderten 700 - 900 n.Chr. liegt. Die folgenden Jahrhunderte war Frohnhausen eine rein landwirtschaftliche Siedlung. Die umliegende Feldflur gehörte verschiedenen Adelshäusern und Klöstern. (Einwohnerzahl*: 313)
Frohnhausen im Internet (www.fraunsen.de) ![]()
Hampenhausen
Hampenhausen war bis 1975 eine eigenständige Gemeinde im Amt Dringenberg-Gehrden. Es ist eines der kleinsten Dörfer in Ostwestfalen. Frohnhausen, Auenhausen und Hampenhausen werden auch landläufig Heggegemeinden genannt. Erstmals erwähnt wurde Hampenhausen 850 in den Annalen des Klosters Corvey. Seitdem war es stets Teil des Fürstbistums Paderborn, ab 1802 mit Unterbrechungen Preußens. Es war wirtschaftlich stets abhängig vom Benediktinerinnenkloster Gehrden. Bis zur Errichtung des Königreiches Westphalen 1805 bestand die Verpflichtung, den Zehnten abzuliefern. (Einwohnerzahl*: 47)
Beller
Beller liegt im schönen Nethetal. Die Nethe fließt in unmittelbarer Nähe des Dorfes. Der von ihr abgeleitete Mühlenbach "Flüte" fließt entlang der Dorfstraße idyllisch durch das Dorf, um letztlich Turbinen anzutreiben und Strom zu erzeugen. Im 9. und 10. Jahrhundert wurde Beller und eine längst zerstörte Balderborch (Bellerburg) erstmals erwähnt. Handwerk, Industrie und Landwirtschaft prägen heute den kleinen Ort. Die Firma Vauth & Sohn produziert Schaumstoffteile für Flugzeuge und exportiert diese weltweit. Auf das Restaurieren denkmalgeschützter Fachwerkhäuser hat sichdie Firma Büse Bauwerksanierung GmbH spezialisiert und ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Zu den berühmten Söhnen von Beller gehörte Johann Fleckner. Der studierte Theologe erhielt seine Priesterweihe in Rom und war 15 Jahre als Missionar in China und Thaiwan. Als Chinaexperte sprach er im Hörfunk und trat in Fernsehsendungen auf. Der Bildhauer Hubert Löneke ist vor allem durch seine Bronzefiguren bekannt geworden. Der in Aachen lebende Künstler hat auch den Brunnen vor dem Brakeler Rathaus geschaffen. (Einwohnerzahl*: 229)
Beller im Internet (www.beller-online.de.vu) ![]()
Bellersen
liegt im einmalig schönen Bruchttal am Rande ausgedehnter Waldungen. Unter dem Leitgedanken "Natur und Kultur auf dem Dorf" präsentiert sich der staatl. anerkannte Erholungsort Bellersen mit Sehenswertem rund um die Dorferneuerung. Gefördert durch das Land hat man sich ganz dem naturnahen und sozialverträglichen Fremdenverkehr gewidmet. Der Gast findet hier einen "Erlebnispfad zur Entfaltung der Sinne" nach Hugo Kückelhaus ebenso wie einen "Agrarhistorischen Rundwanderweg". Im Werkhaus (tourist information) und im Kreativhof kann man seine Kreativität ausleben. Dorfteich, Wassertretbecken, Reit-, Wander- und Radwege sind selbstverständlich.
Äußerst interessant geht es in der Dauerausstellung "Dorfmuseum" zu. Kaltblutpferde, alte Rinder- und Schweinerassen auf der Weide und Kutschfahrten laden den Romantiker ein. Als einer der schönsten Plätze Deutschlands gilt unter Fachleuten der Wohnmobilhafen "Mühlengrund". Ganz Mutige können eine der größten Imkereien Deutschlands besichtigen. In zwei Schauanlagen der Edelobstbrennerei wird das einheimische Obst zu begehrten Obstbränden destilliert. Literaturfreunde wissen, dass Bellersen als "Dorf B." der "Judenbuche" der westfälischen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff internationale Berühmtheit erlangt hat. (Einwohnerzahl*: 701)
Bellersen im Internet (www.bellersen.de) ![]()
Bökendorf
feierte 1965 sein 1000-jähriges Bestehen. Das Schloss Bökerhof war im 19. Jahrhundert Mittelpunkt des "Romantikerkreises" mit Annette von Droste-Hülshoff, den Brüdern Grimm, Clemens von Brentano und Josef Görres. Heute beherbergt der Bökerhof ein Literaturmuseum. Hier erhält der Besucher einen Eindruck von den Wohnverhältnissen der Biedermeierzeit; umfassende Exponate zum Romantikerkreis sind ausgestellt. Zahlreiche Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und Ausstellungen runden das Thema ab. Seit über 50 Jahren führt ein aktives Amateurschauspieler-Ensemble auf der Freilichtbühne Märchenspiele, andere Kinderstücke sowie Schauspiele, Komödien und Musicals für Erwachsene auf. Eine überdachte Zuschauertribüne mit 1000 Sitzplätzen ermöglicht Freilichttheater bei jedem Wetter. Modernste Ton- und Beleuchtungstechnik sorgen für eine optimale Akustik und lassen vor allem Abendvorstellungen zu einem Erlebnis werden. Für die Besucher stehen Parkplätze in ausreichender Anzahl zur Verfügung, auch für Busse. Seit Jahren befindet sich die Freilichtbühne Bökendorf unter den im Verband Deutscher Freillichtbühnen (VDF) zusammengeschlossenen 78 Amateur-Freilichtbühnen in der Spitzengruppe der Besucherstatistik. (Einwohnerzahl*: 808)
Bökendorf im Internet (www.boekendorf.de) ![]()
Erkeln
Die erste urkundliche Erwähnung einer Höfegruppe als Vorläufer des heutigen Dorfes stammt aus der Mitte des 9. Jahrhunderts und findet sich in den Corveyer Kloster-Aufzeichnungen. Darin überträgt ein "comes bruno" seine Ländereien in "ercli" dem Kloster Corvey als Schenkung. Erkeln profitierte früh vom Fortschritt des 20. Jahrhunderts. Schon vor dem 1. Weltkrieg wurde eine Wasserleitung gebaut; auch begann man damals schon mit der Elektrifizierung, die anfangs noch durch die Mühle betrieben wurde. Sehenswert sind die im Barockstil erbaute St. Petri Kirche, die Kriegerehrung, eine historische Nethebrücke, das Heimatmuseum und schöne alte Fachwerkhäuser. (Einwohnerzahl*: 604)
Erkeln im Internet (www.erkeln.de) ![]()
Gehrden
Der staatlich anerkannte Erholungsort am Osthang des Eggegebirges verfügt über ein Feriendorf, eine Familienferien- und Bildungsstätte, eine Tennis- und Minigolfanlage, verschiedene Lehrpfade und einen Hudewald. Gehrden hatte im Mittelalter große Bedeutung durch sein Benediktinerinnen-Kloster. Dieses dient heute zur Erholung unter der Bezeichnung "Schloss Gehrden". Die Kirche St. Peter und Paul der ehemaligen Benediktinerinnen-Abtei, um 1140 als romanische Pfeilerbasilika erbaut, beherbergt das größte historische Glockengeläut Westfalens. Prachtvolle Messgewänder, liturgische Kostbarkeiten wie Kelche und Monstranzen sowie Bilder aus vier Jahrhunderten sind im Pfarrhaus zu besichtigen. Viele schöne Fachwerkbauten runden das Ortsbild ab. Gehrden errang beim Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden 1998" als eine der schönsten Orte Deutschlands die Goldmedaille und darf sich daher "Bundesgolddorf" nennen. (Einwohnerzahl*: 912)
Gehrden im Internet (www.brakel-gehrden.de) ![]()
Hembsen
wird bereits im 9. Jahrhundert als Besitzung des Klosters Corvey erwähnt. Auf dem Weg von Brakel nach Hembsen führt die Wanderung über den Hembser Berg, auf dessen Gipfel eine Kapelle steht. Das herrliche Panorama der bewaldeten Höhen des Nethe-, Brucht- und Aatales bis hin zu den Höhenzügen des Eggegebirges mit den südlichen Ausläufern des Teutoburger Waldes im Westen und denen des Weserberglandes im Osten ist von besonderem Reiz. (Einwohnerzahl*: 1.016)
Hembsen im Internet (www.hembsen.de) ![]()
Istrup
Zwischen Bad Driburg und Brakel, liegt im Aatal die kleine Gemeinde Istrup. Bei Alhausen entspringt die durch Istrup fließende Aa, welche kurz vor Brakel in die Nethe mündet. Im Zusammenhang mit einem Streit um das Kloster Gehrden, wird Istrup zum ersten mal im Jahre 1158 urkundlich erwähnt. Hier treten 2 Töchter des Bruninghus de Histincthorp in das Kloster Gehrden ein. Im Jahr 1190 vermacht Anton von Istincthorp eine Hufe Land dem Kloster Gehrden (30 Morgen Land). In einer Urkunde von 1190 wird erstmals ein Pfarrer Thitmar zu Istincthorpe erwähnt. Sehr früh schon muss die Pfarrei Istrup gegründet worden sein. Sie gehört zum Bezirk Iburg und unterstand dem Domkämmerer zu Paderborn als Archidiakon. Das Besetzungsrecht der Pfarrstelle übte die Äbtissin des Stiftes Heerse (Neuenheerse) aus. Auch war die Anzahl der Ortschaften, welche zur Pfarrei Istrup gehörten größer als Heute. Um 1230 waren noch eingepfarrt: Benhusen, Jaddenhusen, Escherde, Brokhusen, Osterhusen, Holthusen, Eckhusen, Sassen und Dalleshem, die im späten Mittelalter wüst wurden. Vom 12. bis zum 15. Jahrhundert war Istrup der Sitz eines Rittergeschlechtes. Aus dem Siegel der Herren von Ystorp leitet sich das heutige Gemeindewappen (3 Rosen )ab. Die Schreibweisen änderte sich, genau wie die des Rittergeschlechtes mehrfach. Folgende Schreibweisen sind bekannt: Histincthorp (1158 ), Istincthorp (1190 ), Ystinctorp (1231) , Istenddorpe (1251 ), Ystendorp (1252 ), Isentdorpe, Yssentorp, Isentorp, Istrop, das dem heutigen Ortsnamen schon recht ähnlich war. Die Pfarrkirche der Gemeinde stammt aus den Jahren 1696/1697. Die Inventargegenstände sind im Barockstil gehalten und teilweise erneuert. Die Madonna im Strahlenkranz, eine der Kostbarkeiten der Kirche, wurde im Jahr 1709 von Anna Maria Hatteisen, der Mutter jenes Geistlichen gestiftet. Am 13. Juni 1750 wurden in einer Bittprozession die Reliquien des Hl. Bartholomäus nach Istrup überführt und auf den Bartholäus-Altar aufgestellt. Zwischen 1966 und 1970 wurde die Kirche komplett renoviert. Als Krönung der Renovierung gilt das neue Hochaltarbild, welches die Gottesmutter mit dem Jesuskind, der teuflischen Schlange den Kopf zertretend, darstellt. Das Bild stammt aus der Gegend von Bingen und war zuletzt im Wallraf-Richard-Museum zu Köln. Der nahe bei Istrup gelegene Rustenhof wird schon 1372 in einer Urkunde erwähnt. Die nahe gelegene Bartholomäus-Kapelle wurde zur hl. Messe benutzt. Zum Hochfest des Hl. Bartholomäus (Schutzpatron der Gemeinde) fand jährlich eine feierliche Prozession zur Kapelle statt. 1722 ließen die Eheleute Ernst Constantin von der Asseburg und seine Frau Odila von Wolff-Metternich, durch den westf. Baumeister Johann Konrad Schlaun, die Kapelle erbauen. Der heutige Rustenhof ist seit dem Jahr 1931 im Besitz der Familie von und zur Mühlen (Merlsheim.) Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke durch Istrup im Jahre 1862 begann die Industriealisierung der Gemeinde.Im Jahr 1864 befuhr die erste Eisenbahn die Strecke von Altenbeken nach Holzminden. Mit den Bau der alten Bundesstrasse B 64 wurde im Jahre 1864 begonnen. Im Jahre 1994, also 130 Jahre später wurde das neue Teilstück der B 64 für den Verkehr freigegeben. Die neue Führung der Strasse ist eine spürbare Entlastung für den Ort. Im Zuge der Gebietsreform gab die Gemeinde am 31.12.1969 ihre Eigenständigkeit auf, und wurde Ortsteil der Stadt Brakel. 1976 wurde unter beispielhaften Einsatz der Gemeindemitglieder die Bürgerhalle erbaut und 1977 seiner Bestimmung übergeben. Im Jahr 2005 konnte das völlig neu renovierte Pfarrhaus geweiht werden. Auch diese Arbeiten konnten nur durch den Arbeitseinsatz der Dorfbevölkerung bewältigt werden. Mit dem Rückbau der Brakeler Strasse im Jahr 2007 wurden die Dorferneuerungsmaßnahmen für Istrup abgeschlossen. (Einwohnerzahl*: 674)
Istrup im Internet (www.istrup.de) ![]()
Rheder
wird urkundlich erstmals im Jahre 1242 erwähnt. Um 1400 - 1873 herrscht hier das Geschlecht der Ritter von Mengersen. In diese Zeit fallen auch der Bau des Schlosses (1750) sowie der prachtvollen Barockkirche St. Katharina (1716 - 1718) unter dem westfälischen Baumeister Johann Conrad Schlaun. Hinter dem Schloss schließt sich ein ca. 8 ha großer Landschaftspark an, der den Vergleich mit berühmten Parkschöpfungen des 19. Jahrhunderts nicht zu scheuen braucht. Im Park hat die bekannte amerikanische Künstlerin Jenny Holzer 2003 in umgestürzte Eichen-, Ulmen- und Kiefernbäume mehr als 50 Sinnsprüche geschnitzt. Die Vorburg des Barockschlosses erstreckt sich hufeisenförmig um das Schloss. Sie beinhaltet ein Husarenmuseum mit mehr als 150 Exponaten wie Husarenuniformen und historische Blankwaffen aus der Kaiserzeit um 1900 sowie die Brauerei mit einer über 300jährigen Brautradition. (Einwohnerzahl*: 310)
Weitere Informationen über Rheder: Schloss Rheder, Schlosspark und Brauerei (bitte Begriff anklicken).
Riesel
ist eine uralte germanische Siedlung. Sie liegt an der Furt durch die Aa, durch welche in früheren Zeiten der Hellweg von Salzkotten - Paderborn - Neuenheerse - Schmechten - Riesel - Brakel nach Höxter führte. Am alten Hellweg nahe Riesel wurde im Jahre 1739 eine Kapelle erbaut, die der Gottesmutter geweiht ist. Dieses Heiligtum zog im Jahre 1745 den ersten Klausner nach Riesel. Ein Wasserloch, der Eremiterbrunnen, zeugt noch heute von dieser Klause. (Einwohnerzahl*: 608)
Riesel im Internet (www.riesel.de) ![]()
Schmechten
liegt in einer weit ausgedehnten Talmulde. 826 wird Schmechten erstmalig in einer Schenkung an den ersten Abt des Klosters Corvey erwähnt. Der "Metbrunnen", eine Mineralquelle, wird bereits 973 als "wundertätige Wasserquelle" vom islamischen Gesandten am Hofe Kaiser Otto I., Ibrahim ibn Achmed el Tartuschin, in seinem Buche "Arabische Berichte" gepriesen. Anlässlich der 1100-Jahr-Feier Schmechtens wurde der "Metbrunnen" in seiner heutigen Form gestaltet. (Einwohnerzahl*: 214)
Siddessen
kann auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken. In den anmutigen Tälern der beiden Flüsse Nethe und Oese gelegen, bietet sich dem Besucher eine vielgestaltige Landschaft. Sehenswert ist der Wasserhof. Siddessen konnte im Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden 1991" eine Goldmedaille erringen. (Einwohnerzahl*: 435)
Siddessen im Internet (www.siddessen.de) ![]()
* Die genannten Einwohnerzahlen beziehen sich auf die Hauptwohnsitze mit Stand vom 31.12.2009.
Vielen Dank an Pfarrer Markus Röttger, Pastoralverbund Nethegau, für die Fotos aus Frohnhausen, Erkeln, Hembsen, und Schmechten!
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